Rheinpfalz „Sehr gut besucht“

Am Montagabend wurde wieder ein Feuerwerk gezündet, danach die Miss Lauterecken gewählt.
Am Montagabend wurde wieder ein Feuerwerk gezündet, danach die Miss Lauterecken gewählt.

Das Wetter meinte es gut mit den Lautereckern und ihren Gästen. Zum 62. Heimatfest schien die Sonne pur. Einzig zum Frühschoppen am Montag regnete es ab und an ein wenig. Das tat dem Feiern aber keinen Abbruch, und Thorsten Barz von der Eventagentur kann ein positives Resümee ziehen.

Montagabend, kurz vor halb acht: Thorsten Barz ist noch einmal kurz in Hektik. Der Feuerwerker, der am späten Abend das Höhenfeuerwerk zünden wird, möchte doch lieber die Feuerwehr dabei haben. Ungewollte Zwischenfälle wie bei „Rhein in Flammen“ möchte man vermeiden. Schnell ist aber gemeinsam mit Verbandsbürgermeister Andreas Müller eine Lösung gefunden. „Die Bereitschaft aus Wolfstein wird bis halb zehn kommen, dann kann um zehn das Feuerwerk wie geplant steigen“, sagte Müller. Barz ist zufrieden. Mit seiner Eventagentur „Speed of Sounds“ hat er das Heimatfest in Lauterecken nun zum zweiten Mal ausgerichtet. Er schätzt die Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Kulturverein: „Mit Anna Fehrentz, die den Showtanzabend am Samstag organisiert hat, hat das wieder super geklappt.“ Auch die Kooperation mit Stadt und Verbandsgemeinde habe wieder gut funktioniert. „Wir haben hier kurze Dienstwege, das ist praktisch.“ Das Wetter sei letzten Endes natürlich entscheidend gewesen. Im Vergleich zu der Gluthitze in den Vorwochen, war es über das Festwochenende optimal. Selbst am Montag störten die kurzen Schauer keinen. Die Plätze vorm Zelt waren fast alle besetzt, auf dem Festplatz war noch einmal ordentlich Betrieb. Von Freitag bis Montag sei das Zelt, das gut 1000 Besuchern Platz biete, immer sehr gut besucht gewesen, erzählte Barz. Die Band Roxxbusters habe zur Eröffnung gleich einen guten Start hingelegt. Auch der Showtanzabend mit anschließender „’90er/2000er-Party“ am Samstag sei ein voller Erfolg gewesen. „Es wird wieder angenommen und das ist schön“, freute sich Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer kurz vor dem Beginn des Feuerwerks. Auch er hat festgestellt, dass der Bereich vor dem Festzelt voller Besucher gewesen sei. „Im Zelt feiern die Jüngeren bei lauter Musik, und draußen können die Älteren sitzen“, scherzte er. Der Umzug am Sonntag hat ihm wieder gut gefallen – und ganz wichtig: „Das steht und fällt nun mal mit dem Wetter.“ Auch die Schausteller dürften weitestgehend zufrieden sein, schließlich hat das Wetter eigentlich allen in die Karten gespielt. „Vom Wetter her war es natürlich bombastisch, wir können mit dem Umsatz zufrieden sein“, urteilte jedenfalls Franz Kaiser, der mit seiner Frau den Pizzastand betrieben hatte. Mit kurzer Unterbrechung seien sie früher bereits Stammgäste auf dem Fest und vielen Gästen bekannt gewesen, erzählte er. Bis auf zwei gemeldete Zwischenfälle blieb es friedlich übers Wochenende. Ein alkoholisierter Festbesucher sorgte am Montagabend für einen kurzen Polizeieinsatz. Ein Mitarbeiter von Thorsten Barz musste mit seinem Auto am großen Zelt vorbei, doch der junge Mann habe sich geweigert, aus dem Weg zu gehen und schließlich sein Bierglas gegen das Auto geschlagen. Es blieb bei einem Blechschaden. Kurz nach Mitternacht beschädigte dann ein 21-Jähriger auf dem Parkplatz am Festplatz mit einem Schlag den Außenspiegel eines Transporters. Anschließend riss der laut Polizei alkoholisierte Mann das Fallrohr einer Toilettenanlage ab. Als Grund für den Wutausbruch vermutet die Polizei private Probleme. Mit einem wie immer sehenswerten Höhenfeuerwerk und der anschließenden Wahl der Miss Lauterecken endete am Montagabend das 62. Heimatfest.

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