Rheinpfalz Sechs Werke laufen

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„Es gibt wohl keine andere Verbandsgemeinde, die faktisch sechs Werke hat“, sagte Verbandsbürgermeister Wolfgang Bambey bei der Vorstellung der Wirtschaftspläne 2015/2016, die am Donnerstag gemeinsam mit dem Verbandsgemeindehaushalt vom VG-Rat verabschiedet wurden. Rund 50 Mitarbeiter sind in den Sparten Wasser, Abwasser, E-Werk Netz, E-Werk Vertrieb, Felsland-Badeparadies und Fernwärme beschäftigt.

Der Wirtschaftsplan für die Wasserversorgungseinrichtung sieht für 2015 und 2016 Erträge und Aufwendungen von jeweils 2,2 Millionen Euro vor. Ausgewiesen ist ein minimaler Gewinn von 2700 beziehungsweise 5300 Euro. Investiert werden 2,2 Millionen Euro, wobei allein der Neubau einer Wasserverbundleitung von Dahn nach Reichenbach eine Million Euro kostet. Im Abwasserbereich liegen bei Erträgen und Aufwendungen bei 3,8 Millionen Euro, der erwartete Gewinn bei 59.000 und 18.000 Euro. Der Investitionsbedarf in den beiden Jahren beläuft sich auf 7,5 Millionen Euro. Am teuersten sind hier der Neubau der Kläranlage in Ludwigswinkel (3,5 Millionen Euro) und die beiden Regenüberlaufbecken in Dahn (zwei Millionen Euro). Im Wasser- und Abwasserbereich sind 2,2 Millionen Euro für die Erschließung der Dahner Neubaugebiete Gerstel V und Schafwögel bereitgestellt. Das VG-Elektrizitätswerk macht 2015 einen Gewinn von 210.000 Euro, 2016 ist ein Plus von 150.000 Euro vorgesehen. Die Erträge liegen jeweils bei zehn Millionen Euro. Die A-Gemeinden können sich zudem über 270.000 Euro an Konzessionsabgaben freuen. Ins Netz investiert das E-Werk bis Ende 2016 voraussichtlich 1,6 Millionen Euro. Davon entfallen 620.000 Euro auf den Neubau einer 20-kV-Leitung zwischen der Dahner Straße Im Kaltenbächel und dem Stadtteil Reichenbach samt einem neuen Lastschwerpunkt anstelle der Station Kaltenbächel. Sorgenkind der VG bleibt das Badeparadies. Das macht 2015 rund 880.000 Euro Verlust, 2016 knapp 700.000 Euro. Angesichts dieser Zahlen sollen nur die Überwachungsanlage und die Uhr im Bad ausgetauscht werden. Die über die Blockheizkraftwerke erzeugte Fernwärme sieht einen leichten Gewinn von 10.000 und 13.000 Euro vor. „Durch die Blockheizkraftwerke sparen wir aber auch 200.000 Euro Stromkosten für das Badeparadies. Das ist der eigentliche Gewinn der Fernwärme“, machte Bambey deutlich. Und über den Steuerverbund mit den Werken spare man beim Bad weitere 110.000 Euro pro Jahr. Seit 2009, als das Minus beim Bad 1,1 Millionen Euro betrug, habe man die Verluste jedes Jahr verringern können, betonte Bambey. Er dankte dabei ausdrücklich der Werkleitung, „die immer bemüht war, die Kosten im Griff zu halten und Einsparmöglichkeiten auszuschöpfen“. (hll)

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