Rheinpfalz Schulen weiterhin lieb und teuer

Im kommenden Jahr wird der Landkreis Südwestpfalz weiterhin große Summen in die Sanierung und den Ausbau der weiterführenden Schulen stecken. In der Kreisausschusssitzung am Montag informierte Landrätin Susanne Ganster, dass insgesamt rund zehn Millionen für 2019 an Investitionen vorgesehen sind.
Im laufenden Jahr werden bereits mehr als elf Millionen Euro in die Schulen im Kreis investiert. Die Schwerpunkte für 2019 bei den Investitionen werden mit 750.000 Euro die Hauensteiner Realschule plus für den Neubau der Mensa und Restarbeiten an der Sporthalle sein. In die Vinninger Realschule plus fließen für die neuen Fenster an der Nordseite erneut 550.000 Euro. Mit vier Millionen Euro der größten Brocken entfällt auf die Integrierte Gesamtschule (IGS) Contwig, die im kommenden Jahr für den Erweiterungsbau und den Busbahnhof aufgewendet werden müssen. 1,8 Millionen Euro gehen an die Rodalber Berufsschule zur Dachsanierung, für die neue Heizung und das Brandschutzkonzept. Die Waldfischbacher IGS erhält 1,3 Millionen Euro für die neue Freisportanlage und das Dahner Schulzentrum noch mal 240.000 Euro für die Sanierung der Außentreppen sowie Brandschutzarbeiten. Neben diesen größeren Investitionen werden noch Unterhaltungsarbeiten in Höhe von 1,4 Millionen Euro an allen Schulen notwendig. Für die Jahre nach 2020 hofft Landrätin Ganster auf weniger hohe Ausgaben für die Schulen. „Das wird sich auf ein normales Maß reduzieren“, versicherte die Landrätin. Passend dazu vergab der Kreisausschuss den Auftrag für weitere interaktive Tafeln an der IGS Thaleischweiler-Fröschen. Für die sechs interaktiven Boards mit Computern und Software sind 32.600 Euro zu zahlen. Ganster informierte, dass die IGS Thaleischweiler-Fröschen damit über 32 dieser Boards verfüge, die IGS Contwig über 35, die Vinninger Schule über neun und die IGS Waldfischbacher über 15 Boards. Die Dahner Realschule plus sei mit vier Boards ausgestattet. Am Dahner Gymnasium habe man sich für ein anderes System mit Beamern und Leinwänden entschieden. Deutlich weniger Geld wird der Kreis im kommenden Jahr in die Sanierung der Kreisstraßen stecken. Laut einer Auflistung der Verwaltung sind 2019 Straßenbauprojekte unter Beteiligung des Kreises in Höhe von 3,1 Millionen Euro vorgesehen. Die größten Baumaßnahmen sind hier die Ortsdurchfahrten Heltersberg, Schwanheim, Bechhofen und Reifenberg. Weiter genehmigte der Kreisausschuss einen Mietkostenzuschuss von 1200 Euro pro Monat ab dem 1. Oktober 2018 für die Unterbringung der vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestellten Schnelleinsatzgruppe (SEG) in Räumen in Höheischweiler. Die Mietkosten belaufen sich laut der Beschlussvorlage auf 2380 Euro Kaltmiete plus 250 Euro Nebenkosten. Ganster gab eine Eilentscheidung zur Anschaffung zweier Generatoren bekannt. Für die neuen Container mit Dekontaminationsschleusen habe bisher eine von der öffentlichen Versorgung unabhängige Stromversorgung gefehlt, erläuterte Ganster. Diese müsse im Katastrophenfall bei Ausfall der Stromversorgung mit zwei Generatoren erfolgen. Deren Preis beträgt 36.000 Euro. Die Generatoren seien neben Einsätzen für die Dekontamination auch für andere Notfälle im Katastrophenschutz einsetzbar, betonte Ganster.