Bitscherland / Elsass RHEINPFALZ Plus Artikel Französische Gartenanlagen öffnen für Einblicke und Mitmachaktionen

Im lothringischen Meisenthal lädt der Jardin de la Liberté am Wochenende zu Kunstaktionen ein.
Im lothringischen Meisenthal lädt der Jardin de la Liberté am Wochenende zu Kunstaktionen ein.

Zu einem Rendezvous im Garten laden am Wochenende viele öffentliche Gartenanlagen in ganz Frankreich ein, auch im Bitscherland und dem Elsass.

Im Bitscherland und angrenzenden Elsass beteiligen sich große Gärten und kleine Anlagen, die es an diesem Tag zu entdecken gilt.„Rendez-vous aux Jardins“ ist der Titel der Aktion, die vom 5. bis 7. Juni die Tore der Gärten öffnet. In Bitsch wird an den drei Tagen von Freitag bis Sonntag der Jardin pour la Paix, also der Friedensgarten, zum reduzierten Eintritt zu besichtigen sein (Rue Bombelles, Bitche). Normalerweise kostet der Besuch für Erwachsene sechs Euro. Für die Gartenaktion sind es noch vier Euro.

Ganz umsonst ist der Besuch des „Jardin de Curé“, der Pfarrgarten, in Soucht. Hier kümmern sich seit wenigen Jahren Ehrenamtliche um die Anlage des intensiv bepflanzten Gartens und führen am Freitag von 14 bis 16 Uhr sowie am Samstag von 14 bis 18 Uhr durch die Anlage in der Rue du Kammerfelsen in Soucht.

Im benachbarten Meisenthal gibt es in der Site Verrier, dem Areal der früheren Glasfabrik, auch einen Garten, der sich „Jardin pour la Liberté“, Freiheitsgarten, nennt. Es ist eine kleine Anlage mit mediterranem Charakter. Am Samstag können Besucher der Künstlerin Sylvie Eder bei der Bemalung der großen Glasscheiben an den Glasbläserei-Werkstätten zusehen. Die Künstlerin wird mit „Blanc de Meudon“, in Deutschland als Schlämmkreide bekannt, die Scheiben mit Pflanzenmotiven bemalen und ein „monumentales Werk“, so die Ankündigung, schaffen. Die Pflanzenmotive wurden passend zur aktuellen Sonderausstellung über die Jugendstilkunst im Glasmuseum gewählt. Dieser Garten auf dem Place Robert Schuman in Meisenthal ist umsonst zu besichtigen.

Wieder ein Dorf weiter findet sich in Wingen-sur-Moder auf dem Dach und neben dem Lalique-Museum eine weitere Gartenanlage, die am Wochenende besichtigt werden kann. Das Lalique-Museum bietet einen besonderen Parcours zur Geschichte der Glasmanufakturen am Hochberg, die seit dem 18. Jahrhundert in dem Dorf zu finden waren. Die Pflanzenwelt des Museumsgartens wurde passend zu den Kreationen von Lalique ausgewählt. Auch hier kostet der Eintritt in den Garten in der Rue du Hochberg in Wingen-sur-Moder nichts.

Etwas weiter weg, aber eine Reise wert, ist der „Jardin des Faïenciers“ in Saargemünd. Die Gärten an der Moulin de la Blies gehörten zur Fayencerie der Stadt. Hier bietet am Samstag und Sonntag der Gärtner selbst Führungen durch die Anlage an. Außerdem werden Workshops zur Konservierung von Lebensmitteln oder der Herstellung von Limonade mit Gartenkräutern angeboten. Die Führungen starten am Samstag um 15 Uhr und Sonntag um 10.30 Uhr.

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