Rheinpfalz Schuck: Firma und Eigenleistung strikt trennen
Der Bau des Schmitshauser Feuerwehrhauses kann beginnen. Am Montagabend vergab der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben die ersten Arbeiten. SPD-Sprecher Heino Schuck mahnte an, bei den Rohbauarbeiten streng zu trennen, was die Firma Staab an Leitungen erbringt und was Eigenleistung der Feuerwehr ist.
Die Schmitshauser Firma Staab war beim Rohbau günstigster Bieter für 143.7000 Euro. Hintergrund von Schucks Anmerkung ist, dass der Schmitshauser Wehrführer bei der Firma Staab angestellt ist. Schuck befürchtete, dass am Ende nicht klar sein könnte, was Eigenleistung ist und was die Firma erbracht hat. „Vermischen wir da was?“, fragte er. Es werde nichts vermischt, stellte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU) klar und ergänzte: „Sie können sicher sein, dass wir – und insbesondere ich – größtes Interesse haben, hier korrekt zu handeln.“ Peifer und Firmeninhaber Berthold Staab sind verschwägert: Peifers Sohn ist mit Staabs Tochter verheiratet. Laut Peifer hat sich auch das Architekturbüro Bosle um die Ausschreibung gekümmert, nicht die Verwaltung. Nun habe man einen Preis für den kompletten Rohbau, der sich auch mit den Angeboten der anderen Firmen vergleichen lasse. Auf dieser Grundlage könne man nun schauen, was die Feuerwehr in Eigenleistung erbringen kann. Allerdings gehe es hier eher um Arbeiten wie das Pflastern des Vorplatzes. Wegen der Gewährleistung empfehle der Architekt beispielsweise, dass die Feuerwehrleute nicht beim Mauern helfen. Die Rohbauarbeiten liegen mit 143.700 Euro gut zehn Prozent über den veranschlagten 128.100 Euro. Billiger dagegen sind die Zimmererarbeiten, die die Firma Holzbau Müller aus Pirmasens für 26.100 Euro erledigt. Im Plan standen 27.200 Euro. Das Dach deckt die Wallhalber Firma Grunder für 28.000 Euro, knapp 20 Prozent mehr als die veranschlagten 23.400 Euro. Der Bau des Feuerwehrhauses soll noch im Oktober beginnen, hatte Verbandsbürgermeister Peifer vergangene Woche im Gespräch mit der RHEINPFALZ gesagt. Dass Ausschreibungsergebnisse höher ausfallen als ursprünglich geplant, geschieht in letzter Zeit öfter, da die Firmen mit Arbeit eingedeckt sind und das Material teurer geworden ist. „Die Tendenz der letzten Wochen und Monate geht so weiter“, merkte Peifer zu den Verputzarbeiten am Petersberger Feuerwehrhaus an. Die Schätzung lag bei 20 500 Euro, der Auftrag ging für 29 500 Euro an die Firma Hoffmann und Holderbaum aus Pirmasens. FWG-Sprecher Peter Sammel kritisierte, dass im Fall von Schmitshausen bei jedem Gewerk ein oder zwei Angebote nicht gewertet werden konnten, weil sie Fehler enthielten. Hier sollte die Verbandsgemeinde die Firmen besser unterstützen. Das tue man bereits, sagte Bürgermeister Peifer, schließlich sei es auch im Interesse der Verbandsgemeinde, möglichst viele Angebote zu erhalten. Ende 2018 werde sich das Problem aber von selbst erledigt haben, da dann die Angebote elektronisch eingereicht werden müssen: „Dann kann man kein falsches Kreuz mehr setzen, dann geht’s nicht raus.“ Allerdings bedeute die sogenannte E-Vergabe auch, dass sich kleine Firmen möglicherweise nicht mehr beteiligen können, weil sich für sie der Aufwand nicht lohnt. „Für manche ist dann der Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen versperrt“, befürchtete Peifer. In der nächsten Sitzung soll der Verbandsgemeinderat darüber beraten, ob Schulhof und Eingangsbereich der Grundschule in Thaleischweiler gleich miterneuert werden. Das beantragt die SPD-Fraktion. Die Schule wird derzeit saniert und erweitert. Eine Ortsbegehung mit dem Bauausschuss habe gezeigt , dass es sinnvoll wäre, den Schulhof gleich mitzugestalten. Er begrüße den Antrag außerordentlich, sagte Verbandsbürgermeister Peifer, und Peter Sammel merkte an, dass auch die FWG den Antrag unterstütze.