Rheinpfalz Schramm: Dritte Sportanlage nur für Schulsport unsinnig

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Die Gemeinde Waldfischbach-Burgalben sähe es gerne, wenn die Schüler der IGS Daniel Theysohn die Sportanlage der Sportgemeinde Waldfischbach (SGW) weiter für den Schulsport nutzen könnten. Darüber können sich der Landkreis und die Sportgemeinde allerdings nicht einigen. Deshalb will der Kreis eine neue Anlage bauen, was der Beigeordnete des Ortes, Günter Schramm (BWB), für falsch hält.

Der Ortsgemeinderat Waldfischbach-Burgalben hat mehrheitlich beschlossen, dem Kreis Südwestpfalz ein Gelände in den Bruchwiesen zur Verfügung zu stellen, damit dieser dort die für den Schulsport an der IGS benötigten Sportanlagen bauen kann. Der Beschluss greift, falls es nicht zu einer Übereinkunft zwischen der Sportgemeinde Waldfischbach und dem Landkreis kommt. Bisher nutzt die Schule die Sportanlage der SGW. Diese Lösung ist bis mindestens 2020 sichergestellt. Schramm, der bei der jüngsten Ratssitzung fehlte, appelliert derweil an die Verantwortlichen in Politik und bei der SGW, nochmals eine Lösung zu suchen. Bei der Gesprächsrunde im vergangenen Herbst mit Vertretern der Orts- und Sportgemeinde wurde keine gefunden. Auch Vertreter der „Bürger für Waldfischbach“ waren damals dabei. Schramm hofft, dass es noch nicht zu spät für Gespräche ist. Mit Blick auf die Entwicklung der kleinen Sportvereine und die Wirtschaftslage der Gemeinde und des Kreises sei es unverständlich, eine neue Anlage zu bauen. Diese belaste nicht nur die Kassen der Geldgeber, sondern über die Kreisumlage auch die umliegenden Gemeinden. Für Schramm ist der beabsichtigte Bau der neuen Schulsportanlage im Bruch ein Beispiel dafür „wie unwirtschaftlich und kompromisslos bei der Lösung eines Problems in der Orts- und Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben miteinander umgegangen wird“. Er sagt: „Realität ist, dass wir jetzt schon zwei Sportanlagen haben. Die des Sportvereins Burgalben im Ortsteil Burgalben und die voll ausgebaute Anlage der SGW in Waldfischbach.“ Die Anlage hätte in der Vergangenheit für den Schulsport ausgereicht. Nach einer Renovierung könne sie den Anforderungen auch künftig gerecht werden. Angesichts der Vor- und Nachmittagszeiten des Schulsports, sehe er bei der Nutzung kein Problem. Zwischenzeitlich sei der Fußballplatz in Burgalben nicht mehr ausgelastet, weil sich die Fußballabteilungen der SGW und des SVB zusammengeschlossen haben. Werde die Sportanlage im Bruch gebaut, müsse diese vom Schulträger, dem Kreis, unterhalten werden. Dazu kommen zwei Vereinssportanlagen im Ort, die die Vereine aus eigenen Mitteln unterhalten müssten und das bei voraussichtlich schrumpfenden Mitgliederzahlen, erläutert Schramm, warum er eine Lösung ohne Neubau im Bruch für sinnvoll hält.

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