Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Südwestpfalz: Austritt aus Wanderverband für Pfälzerwald-Vereine kein großes Thema

Bei den befragten PWV-Ortsvereinen überwiegen andere Themen. ARCHIVFOTO: HANS HEINEN
Bei den befragten PWV-Ortsvereinen überwiegen andere Themen. ARCHIVFOTO: HANS HEINEN

Der Pfälzerwald-Hauptverein hat beschlossen, aus dem Deutschen Wanderverband auszutreten. Darüber hatte der Vorstand die Ortsgruppen im Juni informiert. Die RHEINPFALZ hat sich zu diesem Thema bei den großen Ortsvereinen in der Südwestpfalz umgehört.

Der Austritt soll zum Ende des Jahres erfolgen. Der Wanderverband möchte den Jahresbeitrag für den PWV in zwei Schritten von 20.000 auf 25.000 Euro erhöhen, was für den Vorstand des Pfälzerwald-Vereins der Anlass zur Kündigung war. Außerdem hieß es, der Verein habe als großer Verband eigene Lösungen für seine Angelegenheiten gefunden. Über den Austritt waren die Ortsvereine per Rundschreiben in Kenntnis gesetzt worden. Während der Plan etwa in den Ortsgruppen Lambrecht und Erlenbach (Kaiserslautern) auf Unmut und Kritik stößt, ist das Thema bei den großen Ortsvereinen der Südwestpfalz nicht sonderlich präsent. „Ich würde jetzt nicht aktiv etwas gegen diese Entscheidung betreiben“, sagt Martin Stüve, Vorsitzender des Ortsvereins in Dahn, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Ihn beschäftigten im PWV andere Dinge, wie er sagt: etwa das Thema Überalterung.

„Ich kann momentan nichts dazu sagen“, sagt Alois Lang, Vorsitzender der Ortsgruppe Starkenbrunnen. Er wisse noch nichts Offizielles, sagt er der RHEINPFALZ. Auch Albert Frank, PWV-Vorsitzender in Rodalben, wo am vergangenen Wochenende ein großes Jubiläum begangen wurde, hat sich noch nicht intensiver mit dem Austrittsplan auseinandergesetzt: Er kenne die Hintergründe nicht und möchte sich aus diesem Grund nicht dazu äußern. Raymund Burkhard, PWV-Vorsitzender in Hauenstein, findet die Vorgehensweise des Hauptvorstandes zwar „nicht das Gelbe vom Ei“, sieht das Austrittsvorhaben allerdings auch gelassen: „Das ist eigentlich kein Thema bei uns.“

In den Reaktionen der großen Vereine in der Südwestpfalz spiegeln sich die Ansichten des PWV-Geschäftsführers Bernd Wallner wider: Laut Wallner war die Austrittsankündigung auf nur ganz wenige Reaktionen gestoßen.

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