Beindersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Richtfest in Beindersheim: Wann die neue Kita eröffnen soll

Richtfest für die neue Kita in Beindersheim: Dazu gehören ein ordentlicher Richtspruch, hier auf dem Gerüst mit (von links) Andr
Richtfest für die neue Kita in Beindersheim: Dazu gehören ein ordentlicher Richtspruch, hier auf dem Gerüst mit (von links) André Kastor und Paul Kastor, sowie eine kurze Rede von Ortsbürgermeister Ken Stutzmann (am Pult) und Gesang von Kita-Kindern.

Seit Jahren wird in Beindersheim über den Kita-Neubau gesprochen. Nun wurde mit dem Richtfest ein wichtiges Etappenziel erreicht. Eindrücke von der Baustelle.

Ein entscheidendes Etappenziel ist erreicht: Die Ortsgemeinde Beindersheim hat jetzt Richtfest für ihre neue Kindertagesstätte gefeiert. Die Eröffnung ist für das nächste Jahr geplant, im Januar oder Februar soll es so weit sein.

Es gab keine großen Reden, es war ein kleines Fest der Begegnung. Mit Handwerkern, Politik und Bürgern, und die Kindergartenkinder sangen „Ohne uns geht nichts“. Kinder sind die Zukunft, und für sie soll die Kita nicht nur ein Gebäude sein, betonte Ortsbürgermeister Ken Stutzmann (SPD), sondern „ein Ort der Betreuung, Bildung und Geborgenheit“ sowie dank barrierefreier Konzeption auch „ein Ort der Teilhabe“. Und für die Familien sei es ein entscheidender Beitrag, Beruf und Familie vereinbaren zu können.

Die Handwerker (von links) André Kastor und Paul Kastor beim Richtspruch.
Die Handwerker (von links) André Kastor und Paul Kastor beim Richtspruch.
Zur Feier des Tages singen in Beindersheim die Kita-Kinder.
Zur Feier des Tages singen in Beindersheim die Kita-Kinder.

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Stutzmann: Kita-Neubau ist „Leuchtturmprojekt“

Den Bau selbst sah er als Leuchtturmprojekt der Orts-, ja der gesamten Verbandsgemeinde. Stolz sei man in Beindersheim auf die Bauweise aus Holz. Einem Werkstoff, der einen schnellen Baufortschritt erlaube und nachhaltig sei, hob Stutzmann hervor.

Der Rohbau wirkt mächtig, ist nach Westen im Bereich von Mensa, Küche, Personalräumen und Entree eingeschossig, der Bereich für die sechs Kitagruppen ist zweigeschossig. Das Gebäude sei großzügig gedacht bis ins Detail und erfülle, so erklärte Stutzmann, auch alle Anforderungen des Kitagesetzes – vom Raum für Spiel, Bewegen, Ruhen, Lernen, Fördern und Pflege für die Kleinsten bis zu den Vorschulkindern. Hinzu komme gesundes, frisches Essen aus der eigenen Kita-Küche.

„Das Schöne am Hausbau ist nicht nur die Fertigstellung, sondern das Erreichen der verschiedenen Etappenziele“, sagte Stutzmann. Eine Aussage, die schon die fast unendliche Geschichte andeutet, die vor diesem Tag lag, und dass nun ein Wunsch, der laut Stutzmann schon 2014 erstmals angedacht war, tatsächlich Form angenommen hat.

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Neue Kita: Evangelische Gemeinde ist Träger

In den Jahren danach folgten lange Überlegungen zur Standortsuche, zu Übergangsprovisorien im Gemeindehaus der evangelischen Kirche, die Träger der bestehenden Kita Arche Noah und auch der neuen ist, und daran anschließend in Containern.

Ende 2020 war klar, die Kita entsteht auf einer 0,8 Hektar großen Fläche in der Verlängerung der Kirchenstraße, nördlich des Neubaugebiets Brunnenweggewanne. Südlich der Kita soll zudem ein kleines Neubaugebiet entstehen. In einer geforderten Machbarkeitsstudie nahm 2022 die Idee der Kita Form an.

Bürokratische Hürden und viele Diskussionen

Es gab bürokratische Hürden. Aber auch viele Diskussionen in den örtlichen Gremien und ein über halbjähriges Warten auf eine notwendige Unterschrift des Grundstückverkäufers ließen die Zeit verstreichen und der 2018 geäußerte Wunsch, die neue Kita solle schnellstmöglich ihren Betrieb aufnehmen, dürfte sich erst im nächsten Jahr erfüllen: Laut Stutzmann soll im Januar oder Februar Eröffnung gefeiert werden.

Der Ortsbürgermeister bedankte sich bei Handwerkern, Planern, Architekten und allen Unterstützern und Helfern, dankte auch Land und Kreis für Zuschüsse, allerdings, sagte er, hätte er sich manchmal schnellere Entscheidungen gewünscht.

Kita-Neubau ist Millionenprojekt

Die Kosten allein für die Kita liegen bei rund 7,5 Millionen Euro. Die Kritik, dass die Kinderzahlen zurückgingen und es deshalb keine neue Kita brauche, widerlegte Stutzmanns Vorgänger, Thomas Wey (CDU), 2018: Die Ortsgemeinde wachse, pädagogische Konzepte änderten sich und Kitagruppen würden wegen spezieller Förderungen verkleinert, er sehe den Bedarf „durchaus langfristig“.

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