Rheinpfalz „Region gemeinsam touristisch vermarkten“
«LANDSTUHL.» Seit Anfang Dezember ist Peter Degenhardt, hauptamtlicher Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl, Vorsitzender des Zentrums Pfälzerwald Touristik, einem Zusammenschluss von sechs Verbands- und zwei Ortsgemeinden in der Region. RHEINPFALZ-Mitarbeiter Michael Böhm fragte den CDU-Kommunalpolitiker nach seinen Aufgaben und Zielen bei der Förderung des regionalen Fremdenverkehrs.
Ich leite die Versammlungen des Zentrums, zu denen sich die Vertreter der zusammengeschlossenen Gemeinden regelmäßig treffen. Außerdem bin ich der Ansprechpartner für den bislang einzigen Mitarbeiter des Zentrums, der eigentlich bei der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd angestellt ist und einen Teil seiner Arbeitszeit für das Zentrum Pfälzerwald verwendet. Das hört sich auf den ersten Blick vielleicht wenig an, aber alle Verbandsgemeinden, die Mitglied sind, haben ja eigene Mitarbeiter für die Tourismus-Förderung. Und auf deren Qualifikationen greift das Zentrum für seine Arbeit zurück. Zum Beispiel gibt es zwei Mitarbeiterinnen, die auf die Begutachtung und Zertifizierung von Ferienwohnungen spezialisiert sind. Die erledigen diese Aufgabe jetzt für alle sechs Verbandsgemeinden – das spart Zeit und Geld. Insgesamt ist es das Ziel des Zentrums, die Region Pfälzerwald gemeinsam touristisch zu vermarkten. Und dafür haben wir, so glaube ich, inzwischen den richtigen Zuschnitt gefunden. Und was sind die aktuellen Pläne zur Förderung des Fremdenverkehrs? Ganz konkret wollen wir zum Beispiel in Landstuhl einen neuen, zertifizierten Wanderweg rund um die Sickingen-Stadt ausweisen. Der wird dann auch in die entsprechenden Karten eingetragen, die das Zentrum herausgibt. Oder zuletzt die gemeinsame Broschüre mit allen Weihnachtsmärkten in der Region. Ein drittes Beispiel ist eine kulinarische Wanderkarte, in der gastronomische Angebote über die jeweiligen Ortsgrenzen hinaus verzeichnet sind. Insgesamt geht es immer darum, die touristischen Angebote über den eigenen Kirchturm hinaus zu vermarkten. In der Vergangenheit konnte man den Eindruck haben, dass lokale oder gruppenspezifische Interessen ein gemeinsames Tourismus-Marketing eher behindern. Hat sich da etwas verändert? Durchaus. Das fing schon damit an, dass die Tourismus-Förderung ja ursprünglich eine Aufgabe der Ortsgemeinden war. Inzwischen haben fast alle Kommunen dies ihren Verbandsgemeinden übertragen. Vor ein paar Jahren haben sich dann sechs Verbandsgemeinden zum Zentrum Pfälzerwald zusammengeschlossen, zusätzlich noch die Ortsgemeinden Elmstein und Trippstadt. Es geht also gut voran in Sachen regionaler Zusammenarbeit. Wer allerdings schon mal daran mitgewirkt hat, zum Beispiel eine neue Mountainbike-Strecke auszuweisen, der lernt den erheblichen Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Interessengruppen kennen. Aber am Ende sind wir noch immer gut zusammengekommen.