Rheinpfalz „Reden schwingen allein nützt nichts“

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Beim Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgemeinde sprach Pfarrer Berthold Koch die Strukturreform an, die vorsieht, eine Großpfarrei „Johannes XIII“ mit 8000 Katholiken aus den Kirchengemeinden Waldfischbach St. Josef, Heltersberg Maria Mutterschaft, Horbach St. Peter, Hermersberg St. Johannes Baptist und Weselberg Unbefleckte Empfängnis zu machen. Dabei fand er deutlich Worte.

Er wünsche sich auch Menschen in Waldfischbach-Burgalben, die es verstünden, Gemeindearbeit mitzutragen. „Es nützt nichts, große Reden zu schwingen, bei denen am Ende nichts rauskommt, sondern es gilt, Dinge mit Herz und Verstand anzugehen, die der Großpfarrei nützen und in ihr der jeweiligen Gemeinde.“ Die Gemeinden wollten zusammenwachsen und stark werden. „Da heißt es miteinander im positiven Sinn zu streiten und für die Zukunft ein tragfähiges Konzept auf die Beine zu stellen, mit dem alle zufrieden sein können, und dann wird’s was“, blickte Koch in die Zukunft. Die Wahlen zu Pfarreirat und Verwaltungsrat stehen bevor. Es sei klug, sich genau zu überlegen, ob man da mitmachen wolle und bereit sei, Entscheidungen des Teams auch mitzutragen. Er garantiere, dass es anders werde als in der Vergangenheit. Er wünsche sich, dass der Pfarreirat hinter seinem Pfarrer stehe. Koch kündigte an, dass man nicht immer alle fragen könne, ob man dies oder jenes dürfe. „Die Freiheit nehmen wir uns, denn es ist leichter, im Pfarreirat über etwas zu reden, wenn man Greifbares hat, über das man reden kann, und nicht erst stundenlang darüber streiten muss, ob nun zuerst das Huhn oder das Ei war“, sagte er. Pfarrer Koch dankte allen, die in der Pfarrei tätig sind, so auch dem Kirchenchor. Die Mitgliederzahl sei zwar etwas geschrumpft, doch Chorleiter Fabian Germann werde „schon was draus machen“. Germann übergab eine vom Bischof unterschriebene Urkunde an Hans Hauck. Der fast 80-Jährige stellt sich seit 65 Jahren im Kirchenchor in den Dienst der „musica sacra“. Weitere Jubilare sind Erika Schwartz, Herbert und Elli Reichert (55 Jahre im Chor) sowie Renate Efferz (30 Jahre). (jn)

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