Rheinpfalz Ramstein-Miesenbach: Tarifvertrag bei Rettenmeier
Nach monatelangen Verhandlungen zwischen dem Sägewerk Rettenmeier im Industriezentrum Westrich in Ramstein-Miesenbach und der IG Metall Kaiserslautern wurde in diesem Monat ein Rahmentarifvertrag eingeführt. Das teilte die Gewerkschaft mit.
„Für die rund 300 Beschäftigten bringt der Tarifabschluss eine gerechtere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten“, erläutert die Gewerkschaft. Die IG Metall Kaiserslautern und der Arbeitgeber einigten sich demnach auf eine Arbeitszeitverkürzung von 42 auf 40 Stunden in der Woche bei vollem Lohnausgleich. Zudem gebe es ein tarifvertragliches Entgeltsystem mit festgelegten Löhnen und Gehältern. Sven Gute, Mitglied der Verhandlungskommission und Betriebsratsvorsitzender, sieht in dem Abschluss einen ersten Schritt in eine umfassende tarifliche Lösung, in der dann weitere Arbeitsbedingungen geregelt werden sollten. Hierzu gaben sich Arbeitgeber und IG Metall eine Verhandlungsverpflichtung für die nächsten Wochen.
Druck durch Arbeitnehmer war entscheidend
Dass der monatelange Druck der Beschäftigten, der Ende August 2017 in einem Warnstreik vor den Toren des Unternehmens gipfelte, entscheidend für das Zustandekommen des Abschlusses war, betont Verhandlungsführer und Erster Bevollmächtigter der IG Metall, Bernd Löffler. Rund 100 Arbeitnehmer hatten damals in der Mittagszeit die IG Metall-Fahnen geschwungen und kurzfristig den Betrieb sogar lahmgelegt. In der nun erreichten Vereinbarung sieht Löffler „weitreichende Verbesserungen“. Zusätzlich ist nach Angaben der IG Metall eine Vereinbarung getroffen worden, die den Einsatz von Leiharbeitnehmern regeln soll. Darin seien Leiharbeitern Verbesserungen beim Entgelt und bei den Arbeitsbedingungen festgeschrieben, hieß es weiter von der Gewerkschaft.