Rheinpfalz Räder-Klau im großen Stil

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KAISERSLAUTERN

. Um es vorwegzunehmen: Die Polizei hat keine Beweise, dass es sich bei den Dieben um ein und dieselbe Bande handelt – wenngleich vieles darauf hindeute, dass es sich um organisierte Kriminalität handelt. Die Vorgehensweise war identisch, sowohl beim Reifen-Klau in der Merkurstraße als auch im Hertelsbrunnenring wurden Wagen auf dem Gelände der Autohäuser auf Steinen aufgebockt und Dutzende von Rädern gestohlen. Die Polizei geht davon aus, dass in beiden Fällen jeweils mehrere Täter am Werk waren. Denn der Einbruch und der Abtransport der Räder erforderten viel Aufwand, letztendlich müsse auch ein Kleinlaster oder ein Sprinter zum Abtransport des Diebesgutes verwendet worden sein. Der Diebstahl von Kompletträdern in größeren Mengen sei nicht lokal bezogen, sondern ein bundesweites Phänomen, sagt Angela Walz von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz. Auch in Rheinland-Pfalz seien diese Straftaten ein Thema, allerdings mehr im südlichen Landesteil. In der Pfalz seien außer in Kaiserslautern in Pirmasens, Zweibrücken und Landau solche Diebstähle registriert worden. Wobei nicht nur Autohäuser, sondern auch Reifenhändler das Ziel der Einbrecher seien. Wer steckt hinter solchen Diebstählen? Wie und wo werden die Reifen an den Mann gebracht? Auch hier antwortet die Polizei zurückhaltend. Womöglich landeten sie im Ausland, aber es sei zu vermuten, dass es auch in Deutschland Absatzmärkte gebe. Wer Abnehmer der Reifen sei, ob sie en gros oder einzeln verkauft würden, lasse sich nicht sagen. Mit Sicherheit könne man jedoch sagen, dass die Diebe auf Kompletträder aus sind. Bei dem Diebstahl im Hertelsbrunnenring wurde das Autohaus möglicherweise vor der Tat ausgespäht. Einem Zeugen war tags zuvor ein Mann aufgefallen, der Ausstellungsfahrzeuge mit einem Smartphone fotografierte. Der Zeuge wurde stutzig und konnte eine brauchbare Beschreibung abgeben. So soll der Mann, der die Fotos machte, 30 bis 35 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß sein, er hatte schwarze kurze Haare, einen dunklen Teint und sprach perfekt deutsch. Der Zeuge merkte sich auch, dass er einen dunklen 5er BMW mit Hamburger Kennzeichen fuhr. Was diese Zeugenangaben angeht, liefen die Ermittlungen, sagt Angela Walz. Sie will nicht ausschließen, das Autohäuser und Reifenhändler auf diese Art und Weise vor Diebstählen ausspioniert werden. Es sei daher wichtig, Mitarbeiter zu sensibilisieren, was sich im Umfeld des Betriebes tut. Wenn auffällige Personen im Umfeld beobachtet werden, vor allem solche, die Fotos machen, sollten die Betriebe die Polizei verständigen, sagt die Pressesprecherin. (dür)

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