Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Porträt: Langenbachs neuer Ortsbürgermeister Wolfgang Schneider

Langenbachs Ortsbürgermeister Wolfgang Schneider.
Langenbachs Ortsbürgermeister Wolfgang Schneider. Foto: Schneider/frei

Nach 15 Jahren hat Langenbach einen neuen Ortsbürgermeister: Mit fast 91 Prozent wurde Wolfgang Schneider am 8. September zum Nachfolger von Gerd Rudolph gewählt. Im achtköpfigen Gemeinderat, dem Schneider vorsteht, sitzen sechs neue Mitglieder.

Lediglich erster Beigeordneter Klaus-Peter Schäfer und der weitere Beigeordnete Thomas Ulrich gehören seit Jahrzehnten dem Gremium an. Wenngleich der Generationswechsel im Rat gewollt war: Nicht vorhersehbar war die erfolglose Suche nach einem Nachfolger für Gerd Rudolph. Der einzige Bewerber, der im Mai den Mut gehabt hatte, sich der Urwahl zu stellen, war der bis dato kommunalpolitisch unerfahrene René Kayser. Er bekam nur 20,8 Prozent der Stimmen, und somit blieb die Stelle des Ortsbürgermeisters weiter vakant. Rückblickend sagt Schneider: Es sei ein Fehler gewesen, dass sich beim vorhersehbaren Generationswechsel im Rat niemand für das Amt des Ortsbürgermeisters bewerben wollte. So habe er dann doch noch entschieden, seinen Hut in den Ring zu werfen.

Wolfgang Schneider ist verheiratet, hat mit seiner Frau Regina drei erwachsene Kinder und sechs Enkelkinder. In den vergangenen 37 Jahren arbeitete der Stahlbauschlosser bei Schaeffler in Homburg. Anfang des Jahres schied der 61-Jährige über einen Sozialplan aus dem Unternehmen aus, wo er zuletzt als Disponent beschäftigt war.

Einen Gang vor statt zurück

Sein Plan war es, einen Gang zurück schalten, sich mehr Zeit zum Wandern oder für schöne Radtouren mit seiner Ehefrau zu nehmen. Dies sei auch einer der Gründe gewesen, sich nach 19 Jahren im Ortsgemeinderat bei den Kommunalwahlen nicht mehr um ein Ratsmandat zu bewerben.

Doch dann kam alles anders: „Meine Frau und ich brachten uns Jahrzehnte in und für die Dorfgemeinschaft ein, da kann man sich nicht einfach nach der Vogelstraußmethode wegducken.“ Wenngleich seine Frau anfangs gegen seine Kandidatur gewesen sei, sei es letztlich eine gemeinsame Entscheidung gewesen, betont Schneider.

Kommunalpolitisch will er den Weg seines Vorgängers fortsetzen, will weiter den Zusammenhalt im Dorf stärken, vor allem durch Dorffest und Kerwe. In das Dorfgemeinschaftshaus soll ebenfalls weiter investiert werden, damit das Gebäude auch in den kommenden Jahren „für kulturelle Veranstaltung sowie für Familienfeiern attraktiv bleibt“. Ganz oben auf Schneiders Agenda steht, neue Bauplätze zu schaffen: „Wir müssen unseren jungen Familien Bauplätze anbieten, nur so können wir den schleichenden Bevölkerungsrückgang stoppen.“ Den Weg zu neuem Bauland will er noch im laufenden Jahr mit der Vorstellung eines vereinfachten Verfahrens in den Rat tragen.

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