Rheinpfalz Polizei warnt zu Fastnacht vor K.o.-Tropfen
K.o.-Tropfen sind geruch- und geschmacklos. Daher ist es besonders schwer sie aus Getränken herauszuschmecken oder zu reichen. Es ist ein Oberbegriff für verschiedene betäubende Wirkstoffe und Substanzen. Das Polizeipräsidium Westpfalz warnt, dass Kriminelle in den kommenden Tagen die Fastnachtspartys nutzen könnten, um solche Tropfen zu verabreichen, um ihre Opfer wehrlos zu machen und danach auszurauben oder zu vergewaltigen. Bislang seien in der Westpfalz jedoch noch keine Fälle bestätigt, in denen K.o.-Tropfen zweifelsfrei zur Verübung von Straftaten eingesetzt wurden, erklärt ein Sprecher. Das eigene Glas sollte beim Feiern aber nie unbeaufsichtigt sein, Getränke nur selbst bestellt und nicht von Fremden angenommen w erden.
Eine Überdosis K.o.-Tropfen kann bis zum Atemstillstand führen
Christine Keßler, Leiterin der Zentralapotheke des Westpfalz-Klinikums in Kaiserslautern, sagt: „Je nach Dosierung und Konstitution der Person, kann das Opfer das Bewusstsein verlieren, eine Atemdepression oder sogar einen Atemstillstand bekommen.“ Bei einem Schwindelgefühl, Übelkeit oder plötzlich auftretender Müdigkeit sollten sich Betroffene sofort Hilfe holen, entweder bei Freunden oder beim Personal. Denn die unterschiedlichen Mittel „sind sehr schnell wirksam, das kann von ein paar Sekunden bis zu einigen Minuten dauern, je nach Person“, erklärt Keßler. Dann haue es die Person tatsächlich wortwörtlich um.