Rheinpfalz Polizei ermittelt Sprayer

Einen Fahndungserfolg registriert die Polizeiinspektion in Kaiserslautern. Den Beamten gelang es Ende vergangener Woche, drei Frauen im Alter von 22, 23 und 26 Jahren mehr als 100 Graffiti-Taten nachzuweisen, wie die Polizei gestern mitteilte. Durch deren Graffiti sei ein Schaden im sechsstelligen Bereich entstanden, wird geschätzt.
Die drei Frauen stehen nach Polizeiangaben im dringenden Verdacht, eine Serie von Schmierereien in Kaiserslautern sowie an Zügen der Deutschen Bahn verursacht zu haben. Durch einen Hinweis waren die Ermittler vor etwa zehn Monaten zunächst auf eine 22-Jährige aufmerksam geworden. Anschließend gerieten auch die beiden Komplizinnen ins Visier der Polizei. Durch den Hinweis war lediglich bekannt, dass die 22-Jährige das die Abkürzung „MVCF“ nutzt. Mit diesen im Jargon genannten „Tag“ unterzeichnen die Sprayer ihre bunten Hinterlassenschaften. Die Polizei befasste sich bei den Ermittlungen auch mit psychologischen Aspekten, um ein persönliches Profil der Tatverdächtigen zu erstellen. Bei den Untersuchungen wurde zudem ein Augenmerk auf die Auswertung diverser sozialer Netzwerke und Internetplattformen gelegt. Infolge der vielen Datensätze und Verbindungsmöglichkeiten waren die Ermittlungen zeitintensiv und dauerten rund zehn Monate. Am Donnerstag vollstreckten die Beamten dann Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Kaiserslautern und untersuchten die drei Wohnungen der Frauen sowie die Zimmer von drei männlichen Mitbewohnern im Alter von 21 und 22 Jahren. Dabei wurden mehrere Beweismittel gefunden. „Durch die sichergestellten Gegenstände dürften die mehr als 100 Taten den Frauen zuzuordnen sein“, sagte ein Polizeisprecher. |rhp