Rheinpfalz Pirmasens: Mittlere Trasse für weiteren B10-Ausbau
Im kommenden Jahr werden die letzten Meter des vierspurigen Ausbaus bei Hinterweidenthal fertiggestellt, versicherte der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern, Richard Lutz, in seinem Vortrag bei der Pirmasenser Bürgerinitiative „B 10 Vier Spuren jetzt“ am Montag.
Bis zum Sommer will der LBM entscheiden, welche Trasse der Abschnitt Hinterweidenthal bis Hauenstein nehmen wird. Hier habe der Vorschlag aus Hauenstein für eine Trassenführung weiter südlich bis zur Felsnase für Verwirrung gesorgt. Würde diesem Vorschlag gefolgt, wäre die Planung für den dreispurigen Ausbau im Bereich Felsnase, für die bald Baurecht vorliegen könnte, hinfällig. Dann müsste die Planung für den Bereich Felsnase aufgegeben und bis zum vierspurigen Ausbau verschoben werden, sagte Lutz. Der LBM-Leiter favorisiert von den drei möglichen Varianten (wir präsentierten die Varianten ausführlich am 29. November) die mittlere Variante, die großteils auf der bestehenden Trasse verlaufen soll, am Katharinenhof nach Süden abschwenkt und vor der Felsnase wieder auf die alte Trasse zurückkommt. Diese Variante habe klare Vorteile und bringe auch für die Natur eine Verbesserung. Der Bach könne wieder freigelegt werden, nannte Lutz einen ökologischen Pluspunkt. Die Eingriffe in den Wald seien deutlich geringer als bei der Südtrasse. Noch in diesem Jahr werde der vierspurige Ausbau zwischen A 65 und Landau-Godramstein starten. „Das wird eine ganz komplizierte Sache bei dem Verkehrsaufkommen“, so Lutz, der eine Bauzeit von sechs Jahren für diesen Abschnitt veranschlagt. Unter anderem müssten alle Brücken in dem Bereich abgerissen und neu aufgebaut werden. In Vorplanung sei der Abschnitt Godramstein bis Queichhambach. Hier bereite die Anschlussstelle für Birkweiler Probleme und müsse noch mal überplant werden.
Planung für Tunnel problematisch
Problematisch sei auch die Planung für die Tunnel bei Annweiler wegen der unbedingt erforderlichen Anbindung an die B 48. Der zweite Tunnel für die Fahrtrichtung Pirmasens müsse weit in den Berg hineingelegt werden, womit der Bau einer Anschlussstelle fast unmöglich werde, schilderte Lutz die Problemstellung hier. Zudem habe die Aufsichtsbehörde verfügt, dass ein Raumordnungsverfahren nötig werde. Offene Fragen gebe es auch wegen des Abschnitts von Hauenstein bis Rinnthal vor allem im Bereich von Wilgartswiesen. Lutz favorisiert hier eine neue B-10-Trasse südlich der bestehenden.