Rheinpfalz Piraten ziehen Müll an Land
Schüler der Realschule plus Altenglan haben gestern gemeinsam mit ihren Lehrern an einer landesweiten Aktion mit dem Namen „Plastikpiraten“ teilgenommen. Beteiligt waren Schüler der sechsten, siebten und achten Jahrgangsstufe.
Die Idee, an der Aktion teilzunehmen, kam von Lehrerin Tanja Lakatos, die im Radio von der Aktion gehört hatte. In Verbindung mit der seit 2002 bestehenden Bachpatenschaft für einen Teil des Reichenbachs zwischen dem „Unterhaltungspflichtigen“, der Verbandsgemeinde Altenglan, und den „Bachpaten“, der Realschule Plus Altenglan, habe das dann sehr gut gepasst. Dies berichtete Bürgermeister Roger Schmitt, der der Müllsammelaktion „meine absolute Unterstützung“ zusagte. Die Schüler sammelten am Vormittag unter anderem Wasserproben, die im Schülerlabor der Universität Kiel ausgewertet werden sollen. Des Weiteren wurde eine Stunde lang ein Sack ins fließende Wasser gehängt. Damit sollten kleinere, nicht auf Anhieb mit bloßem Auge erkennbare Plastikteilchen gesammelt werden, erklärt der Schüler Paul Groß. Dank Hilfe der Kommune und Eigeninitiative der Schüler konnten neben der Aktion am Reichenbach noch weitere Müllsammelaktionen an anderen Stellen sowie eine „Kunst am Müll“-Aktion in der Schule durchgeführt werden. Lakatos berichtete von der anstrengenden Planung und betonte, dass die Teilnahme am Projekt Plastikpiraten bereits einen Lerneffekt bei den Schülern erzielt habe. Von außergewöhnlichen Funden erzählte das Interviewteam der Schüler, bestehend aus Fynn Padrock und Levin Bitz. Demnach seien viele leere Alkoholflaschen sowie Hausmüll gefunden worden, der möglicherweise von den Anwohnern flussaufwärts stamme, vermuten die Schüler. Die Beteiligten freuten und wunderten sich gleichermaßen über die kleine Menge an Müll, die gefunden wurde.