Rheinpfalz Parkplatz Welschstraße muss abgespeckt werden

Der Parkplatz in der Welschstraße wird mit Schotter ausgebaut. Das beschloss der Gemeinderat Waldfischbach-Burgalben am Donnerstag einstimmig. Bis zum 30. November müssen die Arbeiten erledigt und abgerechnet sein.
Geschottert werden die beiden Seitenarme, die von der Welschstraße beziehungsweise vom Kreuzungsbereich Welsch/Schlossstraße abzweigen. Die lange Gerade im hinteren Parkplatzbereich wird nicht ausgebaut, der vorgesehene Treppenaufgang zum Bürgerhaus entfällt. Voraussetzung ist, dass die Firma Küntzler den Nachverhandlungen wie erwartet zustimmt und den Auftrag für 250.000 Euro übernimmt. Nachverhandlungen sind notwendig, so Ingenieur Harald Krupp, weil der Gemeinde ein Budget von maximal 250.000 Euro zur Verfügung steht. „Mehr darf nicht ausgegeben werden“, sagt er. Die Ausschreibung hatte einen Preis von 315.000 Euro brutto ergeben. „Das heißt, wir müssen Leistungen streichen“, erklärten Krupp und Ortschefin Anna Silvia Henne. Der Bauausschuss hatte sich mit der Sache bereits beschäftigt und empfahl, die so genannte Festplatzinfrastruktur – etwa Verkabelung – entfallen zu lassen, was 33.000 Euro spart. Weil der mittlere Teil nicht ausgebaut wird, kann auf einen Entwässerungsschacht dort verzichtet werden. Spart weitere 2500 Euro. Dass der Ausbau nun so teuer geworden sei, sei den teils exorbitant gestiegenen Preisen geschuldet, erläuterte Krupp. Er verdeutlichte, dass bei der ursprünglichen Ausschreibung, als es noch um den Ausbau des gesamten Parkplatzes in Asphalt inklusive Treppenaufgang ging, ein Preis von 520.000 Euro zur Debatte stand. „Jetzt bekommen wir für etwa die Hälfte des Preise knapp zwei Fünftel der damaligen Leistungen“, sagte er. Dennoch sei es für den Rat eine fast schon historische Chance, ein Projekt, das die Gemeinde seit 2005 beschäftigt, endlich zu Ende zu bringen. Wie sich die Preise entwickelt haben, zeigte Henne am dritten Posten auf, der geändert werden muss. Die Preise für die ursprünglich vorgesehenen Mauerscheiben habe sich in diesem Jahr um satte 300 Prozent erhöht. Eine günstigere Varianten soll nun 29.600 Euro Kosten sparen. Bereits mit der Ausschreibung sei klar gemacht worden, dass die Maßnahme schnell zu realisieren sei, da sie bis zum 30. November abgerechnet sein muss. Ansonsten drohe der Verlust von Zuschüssen aus dem Städtebauförderprogramm. Im Pirminiusring werden gemeindliche Bauplätze verfüllt und terrassiert. Die Firma Juchem, die derzeit die K 30 nach Schmalenberg ausbaut, hat angefragt, ob sie Material, das bei den Straßenausbauarbeiten anfällt, dort einbringen darf. Es geht um 5000 Kubikmeter Erde. Dem wurde zugestimmt, weil sichergestellt sei, dass einwandfreies Material eingebaut werde, auf die Gemeinde keine Kosten zukämen und die Flächen – derzeit eher ein Loch – danach deutlich besser aussehen würden. Mit den Anliegern sei gesprochen worden, da es ein erhöhtes Lastwagenaufkommen in der Zeit geben werde. Abgeschlossen seien die Planungen für den Ausbau der Höhstraße, der Zuschussantrag (241.000 Euro) an den Landesbetrieb Mobilität gestellt. Laut Henne hat der Bauausschuss beschlossen, die kaputte Stützmauer in der Kappesdelle nun doch zu reparieren. Und zwar so, dass die Anlieger in der Zufahrt nicht behindert werden. So hatte der ursprüngliche Ratsbeschluss ausgesehen, ehe die Idee favorisiert wurde, die Maßnahme mit ins Ausbauprogramm wiederkehrende Beiträge einzubringen. Wegen des tödlichen Unfalls auf der gemeindlichen Treppe zur Schule in Burgalben wurden aus rechtlichen Gründen 21 Treppenwege in der Gemeinde gesperrt. Sieben Wege seien mittlerweile wieder geöffnet, sagte Henne. Sicherungsmaßnahmen liefen. Es gebe eine Dienstanweisung zur Wegekontrolle, es müssten Begehungsprotokolle und Mängellisten für jeden Weg erstellt werden. Alle Wege würden so schnell wie möglich repariert. Die starken Regenfälle des Sommers haben in der Gemeinde Schäden angerichtet, besonders auf dem Friedhof. In den Wegen werden jetzt Regenrinnen eingebaut, der Hauptweg werde nach und nach gepflastert. Aufgelistet werden alle Bäume, die zu einer Gefahr werden könnten. Fällen sei erst ab Oktober möglich, es sei denn, es sei Gefahr in Verzug, sagte Henne. Auch die Bäume müssten künftig regelmäßig kontrolliert werden. (add)