Rheinpfalz „Nimmerland“-Hof wird komplett saniert

Nach eingehender Diskussion stimmte der Gemeinderat Steinbach letzten Endes einmütig einer Sanierung der gesamten Hoffläche des Kindergartens „Nimmerland“ zu.
Ortsbürgermeister Jörg Fehrentz hatte zu der Dringlichkeitssitzung am Mittwochabend eingeladen, weil er die Chance sah, mit verhältnismäßig wenig Mehrkosten die gesamte Hoffläche sanieren zu können. Die ursprüngliche Kostenrechnung für die Teilsanierung der Hoffläche belief sich laut Ingenieurbüro Vatter auf 70.000 Euro. Wirtschaftlichster Bieter war mit 53.200 Euro die Firma Lothar Völkner aus Rutsweiler/Glan. In der vergangenen Sitzung erhielt der Garten- und Landschaftsbau-Betrieb auch den Zuschlag. Aber: Nach Bodenuntersuchungen von Hofflächen, die bisher nicht in die Sanierung einbezogen worden waren, habe sich ergeben, dass auch diese tragfähig seien. Kurzum: Das Büro Vatter empfahl mit Blick auf das günstige Angebot, nun die gesamte Hoffläche erneuern zu lassen. Die zusätzlichen Kosten bezifferte Fehrentz auf rund 13.000 Euro und beschwor den Rat, diesem „einmaligen Angebot“ zuzustimmen. Harsche Kritik am Vorgehen des Ortsbürgermeisters übte Ratsmitglied Oliver Sommer (SPD): Er habe seit nunmehr zwei Jahren, in denen die Hofsanierung im Rat immer wieder thematisiert worden sei, noch nie einen Plan gesehen, beklagte er. Die Planung, die nun der Ortsbürgermeister „hervorzaubere“, sei in Sachen Oberflächenwasserabführung mangelhaft und müsse geändert werden. Schützenhilfe bekam er von Wolfgang Ludwig (WG Steinbach). Der monierte außerdem den – seiner Meinung nach – „viel zu teuren“ Pflasterbelag. Aufgrund der fachlichen Hinweise der beiden Experten soll nun die Planung in Sachen Oberflächenwasser überarbeitet werden. Weiter soll Fehrentz prüfen lassen, welche Kostenersparnis durch ein anderes Pflaster erreicht werden kann. Die Gemeinde Henschtal, die mit Steinbach eine Kindergarten-Zweckvereinbarung hat, hat ihre Kostenbeteiligung von einer Gesamtsumme von 40.000 Euro abgeleitet. Weil die Gemeinde Steinbach den Hof als Parkfläche sowie für verschiedenen Festlichkeiten nutze, sei der Ratsbeschluss des Nachbarn in Ordnung, befand Fehrentz. Die Arbeiten sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.