Rheinpfalz „Niklas“ zeigt sich gnädig

Für Sachschäden, Stromausfälle und einige Behinderungen im Straßenverkehr sorgte das Sturmtief „Niklas“ im Laufe des gestrigen Morgens und Mittags. Umgestürzte Bäume und weggewehte Gegenstände beschäftigten die Einsatzkräfte über Stunden hinweg.
Besonders in den Höhenlagen um Waldfischbach-Burgalben wütete Sturmtief „Niklas“ heftig. Bereits am Vormittag waren dort zehn Bäume und große Äste auf Straßen gestürzt und beeinträchtigten den Verkehr. Dabei wurde zudem ein parkendes Fahrzeug leicht beschädigt und mehrere Verkehrsschilder, die dem Sturm nicht standhielten, knickten um. Ein umgestürzter Baum in der Winzler Straße in Pirmasens sorgte bereits gegen 6 Uhr für Behinderungen. Zunächst blieb es danach im Stadtgebiet bis zum Vormittag überwiegend ruhig, ehe in der Blocksbergstraße ein Anhänger vom Wind fortbewegt wurde und gegen einen Pkw stieß. Am späten Nachmittag stürzte ein Baum auf der Ruhbank auf ein Hausdach. Die Feuerwehr sperrte daraufhin die Lemberger Straße von 14.20 Uhr bis 15.30 Uhr vollständig ab, während ein Unternehmen den umgestürzten Baum entfernte und weitere gefährdete Bäume vorsorglich fällte. Auf der K 4 zwischen Erlenbrunn und dem Kettrichhof sowie in der Zeppelinstraße und auf der L 482 im Bereich Eichelsbacher Mühle wurde der Verkehr ebenfalls durch umgestürzte Bäume eingeschränkt. Ähnlich im Raum Zweibrücken, wo zwei umgestürzte Bäume im Außengebiet gemeldet wurden, die allerdings keine Sachschäden verursachten. Im Bereich um Dahn blieb es deutlich ruhiger. Nur ein umgestürzter Baum musste von der Straße entfernt werden und kleinere abgeknickte Äste und sonstige leichte Gegenstände waren nahezu überall zu finden. Häufig wurden Bäume oder andere Gegenstände in die Stromleitungen geweht, wodurch es vielerorts zu Störungen und Ausfällen kam. Zudem knickten Holzmasten ab und es gab einen Kurzschluss in einer 110-kV-Leitung, da durch den starken Wind zwei Leiterseile zusammengedrückt wurden, was zu einem Leitungsüberschlag führte. Von den Ausfällen am meisten und teils mehrfach betroffen waren in der Südwestpfalz Merzalben, Hirschthal, Ludwigswinkel, Schönau, Fischbach, Nothweiler, Rumbach, Hermersbergerhof, Wilgartswiesen, Hofstätten, Lemberg, Salzwoog, Hinterweidenthal, Petersbächel, Schmalenberg, Geiselberg, Heltersberg, Horbach, Steinalben, Martinshöhe, Eppenbrunn, Hilst, Hochstellerhof, Ludwigswinkel, Schweix, Rodalben, Trulben, Busenberg, Schwanheim und Darstein. Alles in allem verlief der Sturm aber glimpflich und hinterließ nur geringe Spuren. So meldeten die Forstämter bislang keine größeren Schäden. Personen wurden nicht verletzt. (iax)