Fuhsers WocheKulturtipps für Pirmasens, Zweibrücken und das Umland
Die Show »Poems on the Rocks«um Jo Jung war im März in Homburg zu erleben, nun kommt sie nach Pirmasens.
Jetzt kommt der Sommer, viele Veranstalter bereiten ihre Sommerpause vor. Damit kommt die Zeit für Open Air. Das sind unsere Tipps für drinnen und draußen.
„Fast das Jamaica Deutschlands“ nennt die Reggaeband Nyabinghi die Süd(west)pfalz, die Heimat der neun Musiker und Musikerinnen. Sie haben sich vor allem der Musik Bob Marleys verschrieben, ergänzt durch eigene Interpretationen und Songs. Zu erleben ist die bunte Band (Bläser inklusive!) beim einem Zwei-Tage-Roots-Rock-Reggae-Weekend, zunächst heute, 5. Juni, 20 Uhr, bei der „Bulli-Werkstatt-Night“ in eben dieser auch Konzerte veranstaltenden Bulli-Werkstatt in der Zweibrücker Straße 181 in Pirmasens. Karten gibt es vor Ort.
Am Freitag, 5. Juni 2026, 19 Uhr, stehen die Mama Shakers – sie gelten als eine der erfolgreichsten jungen Jazzgruppen Europas – im ersten Open-Air-Konzert der Pirmasenser Sommerintermezzo-Reihe auf der Bühne am Joseph-Krekeler-Platz, mit frischen Jazz- und Blues-Sounds, Die junge Band um Sängerin und Trompeterin Angela Sandberg will ihr Faible für den alten, wilden Jazz der Roaring Twenties mit ihrem Publikum teilen. Der Eintritt ist frei.
Es ist wieder Sommer und somit Zeit für den beliebten Homburger Musiksommer. 28 Formationen und Bands werden bis Mitte September auf dem Homburger Historischen Marktplatz ihr Publikum begeistern, freitagabends bei der „Querbeat“-Reihe mit Konzerten meist mit Coverbands mit Rock, Pop, Soul, Funk und aktuellen Charthits ab 19 Uhr bis 22 Uhr und samstags beim Jazzfrühschoppen immer ab 10.30 Uhr mit sehr interessanten Acts aus vielen Jazz-Genres, auch mit Pop, Swing und Bigbands. Und das ganze für lau, also ohne Eintritt. Den Start des Musiksommers auf Homburgs Marktplatz machen heute Abend, 5. Juni, ab 19 Uhr die Musiker der saarländischen Formation X-Pression. Die Coverband deckt alle Pop-Genres ab, von Rock und Funk zu Soul und zu aktuellen Hits.
Am Samstag, 6. Juni, 10.30 Uhr, tritt die Bigband der Polizei des Saarlandes beim Homburger Musiksommer auf, im musikalischen Gepäck Jazz, Filmmusik und Bigband-mäßig arrangierte Pop-Titel. Eintritt frei.
Mitten im Pfälzerwald am bekannten Paddelweiher bei Hauenstein ist die Band Nyabinghi beim zweiten Tag des Roots-Rock-Reggae-Weekends zu hören, am 6. Juni ab 19 Uhr und Open Air. Das Motto: „Roots in the forest, bass to the bones!“ Karten gibt es vor Ort.
Die Band Nyabinghi trat 20024 im Neufferpark in Pirmasens auf - nun kommt sie gleich zweimal wieder: am Freitag in die Pirmasesner Bulli-Werkstatt und am Samstag nach Hauenstein an den Paddelweiher.
Nach dem ausverkauften Konzert im März 2025 kehren Poems on the Rocks mit einem Best-of-Programm nach Pirmasens zurück, am 6. Juni, 19 Uhr, auf dem Joseph-Krekeler-Platz am Forum Alte Post. Die Formation aus Stuttgart kommt im Rahmen der Sommerintermezzo-Reihe wieder mit ihrem speziellen Musikkonzept in die Stadt: Rockmusik mit deutschen Übersetzungen bekannter englischer Songs, von Peter Gabriel und Jimi Hendrix, Pink Floyd und Steve Wonder, Joe Cocker und Led Zeppelin – inklusive neuer Einblicke in die oft verborgenen Inhalte der Songtexte. Übersetzt, in lyrische Form gebracht und genial rezitiert vom bekannten Schauspieler und Sprecher Jo Jung. Sänger Jörg Kraus liefert mit seiner Band den Sound dazu, mit Songs Der Eintritt ist frei.
Marion Raw, in Mexiko-Stadt geboren und dort, in den USA und in Großbritannien aufgewachsen, nennt ihren einzigartigen Sound-Mix aus Folk, Country-Blues und spanischsprachigen Torch Songs mit Punk-Attitüde selbst „Bolero Garage“. Mit Einflüssen von Lou Reed bis zu Bolero-Ikonen wie Chavela Vargas: Raw Rockabilly-Grit, Lo-Fi-Folk und lateinamerikanische Dramatik, zu hören bei ihrer intensiven Liveshow am 6. Juni, 21 Uhr, im Saarbrücker Terminus in der Bleichstraße 32. Karten gibt es an der Abendkasse.
Die US-Hardcore-Punk-Band Judge aus New York City gilt als eine der prägendsten Gruppen der New-Yorker-Straight-Edge-Szene Ende der 80er bis Beginn der 90er. Seit ihrer Reunion 2013 ist Band als Quintett wieder unterwegs, 2026 mit fünf Shows in Deutschland: am 7. Juni, 19 Uhr, im Club Sektor Heimat im Saarbrücker Osthafen, An der Römerbrücke 5. Tickets gibt es vor Ort.
Wer sich auskennt in den ultraharten Galaxien des Rock, dem ist die ultraharte Death-Metal-Band Cannibal Corps nicht fremd, die sich auch durch sehr unappetitliche Plattencover auszeichnete. Deren früherer Frontmann Chris Barnes gründete Six Feet Under, und die Band, in Florida beheimatet, kommt am 7. Juni, 20 Uhr, mit ihrer Spielart des groovigen Death Metal in die Garage in der Saarbrücker Bleichstraße. Tickets gibt es bei eventim.de.
Am 7. Juni gehört, zum Abschluss der Sommerintermezzo-Reihe, ab 19 Uhr der Joseph-Krekeler-Platz am Forum Alte Post in Pirmasens der Formation I Dolce Signori, die ihr Publikum in Partystimmung italienischer Art bringen wollen. Die süßen Herren, oder besser übersetzt, Gentlemen, sind mit Songs von Eros Ramazzotti, Zucchero, Adriano Celentano und weiteren bekannten Italo-Stars seit langen Jahren unterwegs. Zuvor dürfen junge und alte Musikbegeisterte auf eine besondere Entdeckungsreise gehen. Von 10 bis 17 Uhr lädt der Klangspielplatz auf dem Platz zum interaktiven Ausprobieren ein. Michael Bradkes Mobiles-Musik-Museum präsentiert ungewöhnliche Instrumente und Klangobjekte, wie Erdxylophon, Monsterflöte oder die Pumporgel mit ihren langen Orgelpfeifen. Der Eintritt ist frei.
Die Kammgarn-Kulturfabrik in Kaiserslautern holt in den nächsten Tagen tief Luft für das „Festival der Kulturen“, das vom 10. bis 12. Juni (immer ab 20 Uhr) in ihrem Cotton Club stattfindet. Am 10. Juni mit dem Sextett Kolinga aus dem Kongo und aus Frankreich, das seine extrem tanzbare Synthese aus kongolesischem Rumba, Soul, Jazz, Hip-Hop, Folk und Rock nach Kaiserslautern bringt. Tickets bei reservix.de.
Kaiserslutern: Sängerin Dobet Gnahoré.
Der 11. Juni, 20 Uhr, war beim Festival der Kulturen in der Kammgarn für einen Auftritt der Band Femi Kuti & The Positive Force vorgesehen, die aber ihre gesamte Tour kurzfristig absagte. Im Kammgarn tritt dafür die ivorische Sängerin Dobet Gnahoré auf, mit ihren „kraftvollen und progressiven Afropop-Sound Botschaften von Aufbruch und weiblicher Selbstermächtigung im Gepäck“, wie die Kritik über die Sängerin von der Elfenbeinküste schreibt. Ihren Sound zeichnet Tanzbarkeit mit elektronischen Mitteln aus, mit Texten in den Sprachen ihrer westafrikanischen Heimat und ebenso auf Französisch und Englisch. Tickets bei reservix.de
Am 11. Juni ab 18.30 Uhr setzen sich die donnerstäglichen Neufferpark-Konzerte in Pirmasens fort, mit Jan-Luca Ernst und seiner, so kann man schon sagen, All-Star-Band mit Pepe Zapp (Leadgitarre), Manuel Bastian (Bass), Steffi Empel (Gesang) und Christoph Sommer (Schlagzeug). Und zwei neue Songs wird Jan-Luca bei dieser Gelegenheit auch performen. Der Eintritt ist frei.
Markus Fuhser
Seit 44 Jahren steht der aus Münchweiler stammende Gitarrist, Sänger und Komponist Uli Kisch in Deutschland und Europa auf der Bühne. Er interpretiert vor allem authentische irische Folksongs und Pop aus den 60er- bis 80er-Jahren und hat auch eigene Lieder im Repertoire. Am 11. Juni, 18.30 Uhr, gibt er ein Heimspiel in Münchweilers Kirche St. Georg. Karten sind vor Ort zu erhalten. Info: uli-kirsch.com.