Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse-Anwärter treffen sich noch einmal in Clausen

Unübersichtlich: am Boden Münchweilers Torschütze zum 3:0, Henry Zimmermann, in Rot die Stambacher Markus Bolies (Nummer 13) und
Unübersichtlich: am Boden Münchweilers Torschütze zum 3:0, Henry Zimmermann, in Rot die Stambacher Markus Bolies (Nummer 13) und Johann Koch sowie rechts Münchweilers Timo Schrody.

Insgesamt über 2000 Zuschauer hatten die beiden bisherigen Aufstiegsspiele zwischen dem SC Stambach und der FV Münchweiler.

Vorhang auf zum dritten Akt! Auf den 3:2-Sieg des SC Stambach im ersten Aufstiegsspiel zur Fußball-A-Klasse beim FV Münchweiler folgte am Mittwochabend ein 4:0 (1:0)-Erfolg Münchweilers vor 1050 Zuschauern im Rückspiel. Damit wird ein entscheidendes drittes Match nötig.

„Wir haben unsere Stärken nicht ins Spiel bekommen“, sagte Stambachs Spielertrainer Dennis Hirt, der nach langer Verletzungspause wieder im Kader stand. Die Vizemeister der B-Klassen West und Ost hatten vor großer Kulisse – bereits im ersten Spiel waren es 900 Zuschauer gewesen – vorsichtig begonnen. Erst in der 19. Spielminute gab es eine Torchance. Stambachs Tim Leßmeister donnerte, als ihm der Ball nach einem Pressschlag vor die Füße rollte, aus zehn Metern am von Julian Welle gehüteten Gehäuse vorbei.

Erste FVM-Chance, erstes Tor

Es dauerte gar 35 Minuten, bis Münchweiler erstmalig gefährlich vors SCS-Tor kam, und es brauchte tüchtige Mithilfe. Einen nicht optimalen Rückpass von Steven Hörner aus der gegnerischen Hälfte, halbhoch und wohl etwas zu kurz, konnte SCS-Torhüter Jonas Schwarz nicht verarbeiten. Er ließ sich von Mario Doniat den Ball 30 Meter vor dem eigenen Tor wegschnappen, so dass der Münchweilerer allein aufs leere Tor zulaufen und locker einschieben konnte. „Das war der Dosenöffner. Wir wussten, wenn wir das 1:0 machen, dann können wir zusätzlich Druck auf sie aufbauen“, stellte FVM-Spielertrainer Julian Kölsch hinterher fest. Stambachs Coach Hirt nahm seinen Schlussmann in Schutz: „So etwas kann passieren. Unser Torhüter hat uns im Laufe der Runde oft genug im Spiel gehalten.“

Ansonsten geschah wenig. Einzig die Gästefans in Grün-Weiß, die zum Teil auf dem Bahnsteig direkt am Stambacher Sportplatz das Spiel schauten, brachten etwas Stimmung in die dröge Partie.

Nackenschlag

Ganz kalt geduscht wurden die Stambacher direkt nach der Pause. Führungstorschütze Doniat brach auf der Außenbahn durch und bediente Kölsch, der aus sieben Metern nur noch einnicken musste (48.). „Uns haben dann auch die Mittel gefehlt“, konstatierte Hirt, der das zweite Gegentor kurz nach der Pausen als Nackenschlag bezeichnete. Hörner hatte noch einmal die Chance, den Sportclub heranzubringen. Als er in der 58. Spielminute frei vor Münchweilers Tor auftauchte, schoss er dem souveränen FVM-Keeper Julian Welle in die Arme.

Der endgültige Knockout für die Gastgeber folgte auf dem Fuße. Stambachs Defensivspieler Lukas Carbon hatte das Bein bei einer Abwehraktion zu hoch, war zudem zu körperbetont am Gegenspieler und sah daher seine zweite Gelbe Karte, was bei ihm jedoch wenig Zustimmung fand. Mit ordentlich Wut im Bauch verschwand er hinter die Bande (67.). Zwei Tore Rückstand und ein Mann weniger – da war für den SCS nichts mehr drin.

Zimmermanns Geschoss

„Wir konnten sie spätestens nach dem 2:0 richtig tief in ihrer Hälfte anlaufen“, beschrieb FVM-Trainer Kölsch den Rest der Partie. Gleich zwei Münchweilerer liefen die gegnerischen Verteidiger bei deren Ballbesitz an. Die Stambacher kamen kaum noch kontrolliert aus der eigenen Hälfte, besetzten in Unterzahl aber auch das Zentrum kaum. Einzig Christopher Bolies und Steven Hörner schafften es hier und da, etwas Raum für ihre Mannen zu schaffen. Die endgültige Entscheidung gelang dann Henry Zimmermann, der mit einem flachen Geschoss aus 25 Metern zum dritten Mal Stambachs Tornetz wackeln ließ.

„Der Sieg war am Ende dann sicher ein Tor zu hoch“, kommentierte Kölsch das 4:0 in der vierten Nachspielminute durch Felix Lapot. Der ehemalige Verbandsligaspieler des SV Herschberg überlupfte den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Jonas Schwarz aus 35 Metern.

„Wieder Fifty-fifty-Sache“

„Im dritten Spiel ist es wieder eine Fifty-fifty-Sache. Es kommt darauf an, wer weniger Fehler macht. Beim letzten Mal haben wir am Ende den Fehler gemacht, diesmal sie am Anfang“, sagte Kölsch mit Blick aufs entscheidende Match am Samstag (16 Uhr) in Clausen. Hirt bleibt trotz des Rückschlags optimistisch: „Wir haben schon mal gezeigt, dass wir sie schlagen können. Es geht immer weiter.“

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