Rheinpfalz Neuer Glanz darf (fast) nichts kosten

Im September wird gefeiert, dass es seit 50 Jahren die Doppelgemeinde Waldfischbach-Burgalben gibt. Bis dahin soll das Heimatmus
Im September wird gefeiert, dass es seit 50 Jahren die Doppelgemeinde Waldfischbach-Burgalben gibt. Bis dahin soll das Heimatmuseum außen in neuem Glanz erstrahlen. Über Spenden und Eigenleistungen wäre das machbar, wenn die Kommunalaufsicht zustimmt.

«WALDFISCHBACH-BURGALBEN.» Es ist der Wunsch der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, dass das Heimatmuseum in der Hauptstraße bis zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Doppelgemeinde Waldfischbach-Burgalben außen in neuem Glanz erstrahlt. Gefeiert wird Anfang September im Rahmen des Bruchwissefeschdes. Bis dahin soll die Fassade, sollen Fenster und Tür saniert sein. In Sachen Finanzen ist die Gemeinde bekanntlich schwach auf der Brust, es wird vornehmlich über Haushaltkonsolidierungskonzepte geredet, also darüber, wie und wo gespart werden kann beziehungsweise muss. Angesichts der miesen Finanzsituation habe es die Kommunalaufsicht beim Kreis – die ein Auge auf die Finanzen der Gemeinde hat – abgelehnt, Gelder für die Sanierung des Museums zu genehmigen, bevor der neue Haushalt erstellt und genehmigt ist. Das teilte Bürgermeisterin Anna Silvia Henne (SPD) dem Rat mit. Die vor Jahren begonnene energetische Sanierung des Gebäudes, unter anderem war das Dach erneuert worden, soll nach Möglichkeit aber doch noch bis September abgeschlossen sein. Finanziert werden soll das Ganze über Spenden und Eigenleistungen, so dass die Gemeinde finanziell nicht belastet wird. Bauhof spendet Arbeitsstunden 2500 Euro spendet der Verein für Heimatpflege, und 3000 Euro steuern gemeinsam die Gemeindewerke und die Stadtwerke Kaiserslautern bei. Es gibt einen Kostenvoranschlag vom Dezember, was die restlichen Sanierungsarbeiten für die Außenfassade kosten. 8125 Euro wären demnach für Verputzarbeiten und Gerüst an der Fassade zu kalkulieren. Den Anstrich der Fensterläden übernimmt der Bauhof, hier ist nur die Farbe zu bezahlen. Jeder Bauhofmitarbeiter stellt zehn Stunden Arbeit zur Verfügung, ohne Bezahlung. Vergitterung und Tore müssen gestrichen werden. Das kostet etwa 700 Euro. Die Arbeiten am Sockel macht ehrenamtlich Horst Weidler, der so auch schon die Friedhofsmauer saniert hat. Die Eingangstür, eine Eichentür, ist so marode, dass sie nicht mehr in der früheren Form aufgearbeitet werden kann. Aber in Absprache mit der Unteren Denkmalbehörde wird die alte Tür nun im gleichen Grün gestrichen wie die Fensterläden, teilte die Ortsbürgermeisterin mit. Inklusive der Eigenleistungen, die für Fördergelder eingerechnet werden dürfen, fallen geschätzt Kosten von 13.825 Euro an. Die Daniel-Theysohn-Stiftung hat zugesagt, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Rechne man alle Zuschüsse und Spenden zusammen, stünden 12.780 Euro zur Verfügung, erläuterte Henne. Sie rechnet damit, dass tatsächlich 11.125 Euro zu bezahlen sind (da sind die ehrenamtlichen Stunden herausgerechnet), so dass sich die Maßnahme komplett über Spenden finanzieren lasse, ohne den Haushalt der Gemeinde zu belasten. Dennoch, erklärte die Bürgermeisterin, müsse all das im neuen Haushalt in Zahlen dargestellt werden, und es brauche auch dafür die Zustimmung der Kommunalaufsicht. Gibt diese die Zustimmung zu diesen Plänen, dann kann die Bürgermeisterin sofort die entsprechenden Aufträge vergeben. Dazu ermächtigte sie der Rat.

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