Rheinpfalz Nachruf: Karl Heinz Feik gestorben
«Wallhalben/Herschberg.» Karl Heinz Feik ist tot. Er war der erste Bürgermeister der vor fast 50 Jahren gegründeten Verbandsgemeinde Wallhalben und von 1972 bis 1986 im Amt. Im Alter von fast 92 Jahren starb er am Montag in seiner Heimatgemeinde Herschberg, der er sein ganzes Leben lang treu geblieben war.
Als einer der letzten wurde er noch mit 17 Jahren während des „Endkampfes“ zur Wehrmacht eingezogen und erst im Oktober 1945 aus französischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Beruflich folgte er seinem Vater, einem altgedienten Gemeindesekretär, in die Verwaltung und legte 1949 die erste staatliche Verwaltungsprüfung ab. Großen Bedarf an Mitarbeitern gab es damals, wie vielerorts, auch am Arbeitsgericht in Pirmasens, wo der junge Karl Heinz Feik sehr willkommen war. Zuletzt als Regierungsoberinspektor versah er 15 Jahre seinen Dienst in der Schuhstadt, unterbrochen von kurzen Abordnungen an andere pfälzische Arbeitsgerichte. Seine anschließende Tätigkeit bei der Stadtverwaltung in Neustadt an der Weinstraße beendete er 1972 als Amtsrat. Inzwischen hatte ihn der Verbandsgemeinderat in Wallhalben einstimmig zum Bürgermeister gewählt. 14 Jahre lang regierte er heimatnah und mit großem Engagement die überschaubare, aber finanziell gut gestellte Verbandsgemeinde mit ihren zwölf Dörfern. Einiges hat Feik in dieser Zeit bewegt, darunter den Bau der Franz-von-Sickingen-Hauptschule mit großer Sporthalle und den Ausbau der Gruppenkläranlage im Wallalbtal. Auch die Errichtung des Wasserschaupfades auf der Gemarkung Herschberg hat er mit initiiert. Für seine Verdienste wurden ihm der Ehrenbrief der VG und die Ehrenmedaille des Landkreises verliehen. Seine umfassenden Kenntnisse im Verwaltungsrecht hat Feik auch in überregionalen Fachzeitschriften veröffentlicht, und seine Liebe zur Heimat schlug sich in etlichen Beiträgen in verschiedenen Heimatbüchern nieder. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehörte das Wandern. Einen Termin für die Beerdigung gibt es noch nicht.