Rheinpfalz Nachruf: Irene Groll mit 84 Jahren gestorben

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Kapstadt/Steinbach. In Kapstadt, Südafrika, ist am Donnerstag Irene Groll, Geborene Kayem, im Alter von 84 Jahren verstorben. Sie wurde am 10. Januar 1933 als Nanette Irene Kayem in Kusel geboren. Ihr Vater Adolf Kayem betrieb einen Viehhandel in Steinbach, ihre Mutter Elisabeth, geb. Mayer, stammte aus Ulmet. Irene erlebte mit ihren Eltern die Zerstörung der jüdischen Wohnungen, des Geschäfts Oppenheimer und der Steinbacher Synagoge durch Nationalsozialisten in der sogenannten „Kristallnacht“. Als der Vater im November 1938 nach Dachau deportiert wurde, zog sie mit ihrer Mutter zu Verwandten nach Ulmet. Nach der Entlassung des Vaters wohnte die Familie in Steinbach. Im Oktober 1940 wurde Irene Kayem mit ihren Eltern in das Lager Gurs in Südfrankreich deportiert. Im Frühjahr 1941 kam die Familie ins Lager Rivesaltes bei Perpignan. Dort wurde Irene befreit, kam in verschiedene französische Kinderheime, schließlich ins katholische Frauenkloster in Brive-La-Gaillarde. Dort überlebte sie die NS-Zeit, ihre Eltern aber kamen 1942 nach Auschwitz, wo sie ermordet wurden. Nach dem Krieg traf Irene ihre Ulmeter Großeltern in Frankreich wieder, Großvater Leon Mayer starb im Februar 1946. Mit ihrer Großmutter Hilda Mayer wanderte Irene Kayem 1946 zu den Brüdern ihrer Mutter, Albert und Jakob Mayer, nach Kapstadt aus. Dort heiratete sie 1955 und bekam vier Kinder. Ihre Enkel Nick und Simon Groll hielten sich vor einem Jahr auf Spurensuche einige Tage im Kreis Kusel auf. |rhp

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