Rheinpfalz Nachruf: Ein wahrer Freund und Helfer

offenbach-hundheim. Der Polizist als Freund und Helfer der Bürger– das traf für ihn voll und ganz zu. Fast 36 Jahre lang hat Peter Koch die Polizeiinspektion Lauterecken geleitet, ehe er vor vier Jahren in den Ruhestand ging. Am Sonntagmorgen ist er im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Sein freundliches Naturell und die Berliner Schnauze, die er auch nach Jahrzehnten in der Pfalz nie ganz abgelegt hatte, kennzeichneten Koch und prädestinierten ihn für den Beruf des Polizisten, der für ihn auch Berufung war. Er sah sich nie als Angst einflößenden Beamten, sondern eher als Vermittler, der Vertrauen schaffen wollte. Auch bei schwierigen Einsätzen war ihm stets am wichtigsten, dass diese nicht eskalierten – und dass den Kollegen nichts passierte. Geboren in Berlin-Neukölln, kam Peter Koch der Liebe wegen in die Pfalz – seine Frau stammt aus dem Saarland. 1969 hatte Koch bei der Polizei angefangen, arbeitete in Wittlich, Trier, Mainz, Schönenberg-Kübelberg, Landstuhl und schließlich Lauterecken. Dort übernahm er 1974 die Leitung der Inspektion. Die Neuorganisation der Polizei führte zu einer Erweiterung des Zuständigkeitsgebietes: Bis 1993 waren die Inspektionen noch dem Landrat unterstellt, das Gebiet auf den Landkreis beschränkt, seitdem ist die Lauterecker Inspektion auch für die Verbandsgemeinde Meisenheim zuständig. Dass die Kollegen dort ihren Chef gut leiden konnten, zeigte sich auch bei dessen Verabschiedung vor vier Jahren. Sie machten ihm ein besonderes Geschenk: Er durfte eine Nebenrolle in einem „Tatort“ mit Lena Odenthal spielen. In seiner Freizeit engagierte sich Peter Koch auch im Ruhestand noch in der Verkehrswacht, sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene. Für seinen ehrenamtlichen Einsatz wurde er vom Land Rheinland-Pfalz mit der Ehrennadel ausgezeichnet. (ba/Foto: M. Hoffmann)