Rheinpfalz Nach Razzia bei Tierärztin in Bornheim: Ein Hund ist tot

Einer der 44 Hunde, der bei der Tierärztin in Bornheim (Kreis Südliche Weinstraße) gefunden wurde, ist tot. Er musste eingeschläfert werden. Die Gründe werden untersucht. Nun schaltet sich die Kreisverwaltung in den Fall ein. Sie verbietet der Frau, künftig noch Tiere zu halten. Die Tierärztin habe eine Verfügung erhalten, in der ein „Haltungs- und Betreuungsverbot für Tiere jeder Art gemäß Tierschutzgesetz“ ausgesprochen wird, teilt die Kreisverwaltung mit. Zudem habe die Frau die Auflage erhalten, dass „sämtliche durch die Wegnahme, Unterbringung und Heilbehandlung der Tiere entstehenden Kosten“ von ihr zu tragen seien. Tue sie das nicht, werde ihr ein Zwangsgeld angedroht. Diese Bedingungen seien ab sofort gültig, heißt es in der Erklärung. In der Verfügung steht jedoch nichts davon, dass die Tierärztin ihre Praxis schließen muss. Die Kreisverwaltung habe bezüglich eines Berufsverbot s keine eigene Kompetenz. Für die Erteilung und den Entzug der Approbation sei das Landesuntersuchungsamt in Koblenz zuständig (wir berichteten). Dieses habe die Kreisverwaltung über die Vorgänge in Bornheim informiert. Die 44 verwahrlosten Hunde, 18 Katzen und drei Kängurus, die vergangene Woche bei der Razzia in der Praxis und den zwei Wohnhäusern der Tierärztin gefunden wurden, sind untersucht worden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Tiere ausreichend gefüttert wurden, sie hätten auch genügend Wasser gehabt. „Unabhängig davon waren die Haltungsbedingungen unzumutbar“, heißt es aus dem Kreishaus. |ansc