Rheinpfalz Nach langer Reise am Ziel angekommen

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Die ersten Planungen für den Ferienbahnhof Reichenbach begannen vor zwanzig Jahren, blieben allerdings vage. Vor zwei Jahren ging es dann in die konkretere Phase und anschließend begann das Projekt zu laufen. Nach regem Austausch mit Behörden, der Bahn und Museen erfolgte schließlich der Kauf des ersten Waggons, ein ehemaliger Wohn- und Werkstattwagen, der in Karlsruhe stand und auf dem Schienenweg nach Reichenbach kam.

Es folgte der Kauf der beiden Schweizer Waggons, die nach langer Planung endlich ihren Standort in Reichenbach als Schwertransport erreichten, nachdem sie von zwei großen Kränen vom Abstellgleis auf die Spezialtransporter gehoben worden waren. „Das war mit der schönste Tag, als die Waggons bei mir ankamen“, erinnert sich Ferienbahnhof-Chef Matthäus Burkhart. Zwischendurch blieb der Bauherr und Gastronom des Restaurants „Bahnhöfl“ natürlich nicht untätig: Es wurde geplant und gebaut. So wurde auf dem Grundstück ein 170 Meter langer Kanal mit Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt und ein altes Gleisbett neu angelegt, auch begannen die Arbeiten an den Außenanlagen. Im weiteren Verlauf mussten viele Probleme gelöst werden, wie der Rück- und Neuaufbau der Waggons. Allein zwei Wochen dauerte die völlige Entkernung der Abteile. Am 12. Mai 2015 konnte ein kleines Richtfest gefeiert werden. Ende Juli waren die allgemeinen Arbeiten abgeschlossen. Die zunächst geplante Teileröffnung verschob sich auf den Sommer, dann auf den Herbst, bis man schließlich im Juni 2016 mit einem großen Fest und 200 geladenen Gästen den gesamten Komplex mit Pfarrer Bernd Schmitt einweihen konnte. Landrat Hans Jörg Dupré, Verbandsbürgermeister Wolfgang Bambey und Bürgermeister Alexander Fuhr sowie viele andere Ehrengäste lobten unter Beifall in ihren Reden das Engagement des Eigentümers und Bauherren Matthäus Burkhart, der mit 450.000 Euro Gesamtkosten und circa 41 beteiligten Firmen sowie 13 weiteren Einrichtungen den Ferienbahnhof Reichenbach mit Ferienwohnungen und Wohnmobilstellplatz geschaffen hat. In seiner Dankesrede richtete sich Burkhart an alle Beteiligten: „Auf dem ehemaligen Brachland gegenüber meiner Gaststätte wurden bis dato ein komplett neuer Kanal, ein eigens angelegtes Gleisbett, Zu- und Übergänge, Vorgärten und Parkplätze von exzellent arbeitenden Firmen errichtet. Generell ist zu sagen, dass alle von der Planung bis zum kompletten Umbau einen tollen Job ablieferten.“ Und ohne die vielen freiwilligen Helfer aus seinem Freundeskreis wäre diese Herkulesaufgabe nicht zu stemmen gewesen. Manchmal werde man müde, wenn nicht alles so klappt, wie gewünscht. Es seien eben mal runde Ecken in solchen Waggons, die einem schon manchmal Schwierigkeiten bereiten. „Aber das Ziel ist der Weg“, so Burkhart. Sein Dank ging auch an die Behörden sowie an das Land Rheinland Pfalz und an die EU für die Fördergelder. Und natürlich auch an die Eisenbahnfreunde für die ideelle und materielle Unterstützung, indem sie Schilder, Schranken und vieles mehr beisteuerten. |miru

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