Rheinpfalz Multikulti und familienfreundlich

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Allen winterlichen Herausforderungen zum Trotz konnte Ortsbürgermeister Hermann Rippberger am Sonntag beim Neujahrsempfang der Gemeinde Lug zahlreiche Gäste begrüßen. Auch eine Delegation aus der französischen Partnergemeinde Mollkirch hatte den beschwerlichen Weg nicht gescheut.

Es zahle sich aus, dass sich Lug seit vielen Jahren als kinder- und familienfreundliche Gemeinde profiliert habe, sagte Rippberger. Mit 604 sei die Zahl der Einwohner konstant. In der Gemeinde lebten derzeit 29 Ausländer aus 16 Nationen. Von ihnen spielen sieben in der ASV-Fußball-Abteilung, zwei sind im Turnverein. Rippberger freute sich besonders, dass nach langjährigen Verhandlungen mit dem Bischöflichen Ordinariat Speyer um den Erhalt des Kindergartens eine Einigung erzielt wurde. Zur Haushaltslage der Gemeinde berichtete er, dass die knappen finanziellen Mittel kaum Spielraum ließen. Trotz des Wegfalls der Schlüsselzuweisungen A habe sie ihren Haushalt 2016 mit einem Plus von 6700 Euro abschließen können. Neben nachträglichen Einnahmen sei dies durch Einsparungen erzielt worden. Damit die Gemeinde weiterhin handlungsfähig bleibe, seien zahlreiche Schritte eingeleitet worden. Allein die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik habe eine Ersparnis von 83 Prozent, also 28.000 Euro pro Jahr, gebracht. Die Investition zahle sich schneller aus als erwartet. Der Ortsbürgermeister informierte darüber, dass nach der Einigung der Gemeinde mit dem TV Lug wegen dessen Nießbrauchrecht an der alten Gemeindehalle die Voraussetzungen für weitere Planungen zum Bau einer neuen Gemeindehalle gegeben seien. Sollte jedoch die Finanzierung des auf 900.000 Euro veranschlagten Bauvorhabens nicht über Landeszuschüsse gesichert sein, werde der Rat die Gemeinde nicht in finanzielle Abenteuer stürzen. Beim Thema Kommunalreform sieht Ortsbürgermeister Rippberger den Bürgerwillen nicht als einen Aspekt unter vielen, sondern als einen der entscheidenden. Und dieser tendiere nach Annweiler. Vor der Landratswahl im Mai werde die Gemeinde eine Einwohnerversammlung einberufen und anschließend noch einmal den aktuellen Bürgerwillen abfragen. Diesen Weg könne die Gemeinde jedoch nur gemeinsam mit den Luger-Tal-Gemeinden gehen. Was Bürgerengagement und eine intakte Dorfgemeinschaft betreffe, habe Lug eine Vorbildfunktion, sagte Verbandsbürgermeister Werner Kölsch. Mit Blick auf die bevorstehende Fusion sagte er, die Verbandsgemeinde müsse den Bürgerwillen und alle Fakten für die Vorlage in Mainz zusammentragen. Die letzte Entscheidung werde dann dort getroffen. |brö

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