Rheinpfalz Mit Lichtern in der Hand

Mit einer Lichterprozession gingen die Teilnehmer des Wallfahrtsfests zur Lourdesgrotte.
Mit einer Lichterprozession gingen die Teilnehmer des Wallfahrtsfests zur Lourdesgrotte.

Der Auftakt des Wallfahrtsfests auf Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben lockte am Mittwochabend 600 bis 700 Besucher an. Fünf Tage dauert das Fest in diesem Jahr. Auch heute und morgen wird auf dem Rosenberg gefeiert.

Weihbischof Otto Georgens stellte beim Pontifikalamt Maria als gläubige Frau, bewährt im Alltag von Nazareth, in den Mittelpunkt. „Wir kommen zu Maria. Wir wissen, bei ihr finden wir Aufnahme, und ihr können wir uns anvertrauen“, sagte Georgens. Zum Auftakt der Rosenberger Tage am Mittwoch kamen viele Besucher zum Wallfahrtsort, um das Pontifikalamt zu feiern und an der Lichterprozession teilzunehmen. Loni Noll aus Hauptstuhl war mit einer Gruppe von zwölf Personen gekommen, die sich am Morgen zu Fuß von Martinshöhe aus auf den Weg gemacht hatte. „Das ist ein tolles Fest der Mutter Gottes zu Ehren“, sagte sie. Inge Schlag gehörte einer Gruppe aus Göllheim an. Sie lobte die Gemeinschaft, die bei der Veranstaltung entstehe. „Ich nehme von der Predigt und dem Gottesdienst immer etwas mit nach Hause“, erzählte sie. Seit mehr als 15 Jahren kommt Elli Gebhard (Rockenhausen) an den Wallfahrtstagen auf den Rosenberg. Die Teilnahme ist für sie „ein Herzensanliegen. Der Besuch ist eine Bereicherung für Herz und Seele.“ Aber die Geduld aller wurde auf die Probe gestellt. Just bevor das Festamt begann, zog sich der Himmel mit dicken, dunklen Wolken zu, kündigte der einsetzende Wind mit kleinen Tropfen Regen an. Vorsichtshalber wurde der Gottesdienst in die Wallfahrtskirche verlegt, die in aller Schnelle mit mehr Bänken ausgestattet wurde. Am Ende regnete es doch nicht. Aber auch bei der Pilgermesse des Rosenberger Landes am Donnerstag musste man zum Evangelium in die Kirche umziehen. Die Kirche war am Mittwochabend rappelvoll. Georgens sprach von Umbrüchen, veränderten Werten und Traditionen der heutigen Zeit: „Das macht uns Sorge.“ Nach dem festlichen Tedeum begrüßte Pfarrer Volker Sehy die Fußwallfahrer aus Contwig und Martinshöhe, die Traditionsgruppen aus Jockrim, Maikammer, Herxheim, Landstuhl, Rockenhausen, Pirmasens, Trulben, Rodalben und Waldfischbach. Er verwies darauf, dass es in diesem Jahr nur eine Priesterweihe gibt und im nächsten gar keine. Es war schon weit nach 21 Uhr, als sich eine große Prozession mit Kerzen betend und singend auf den Weg zur Lourdesgrotte machte. Da das Wetter hielt, blieben viele Wallfahrer noch zu einem gemütlichen Beisammensein im Wallfahrtshof und unter den Arkaden. Zum Abschluss der Wallfahrtstage hält Schwester Theresia Mende, die fünf Jahre auf Maria Rosenberg lebte, am Sonntag um 15 Uhr in der Maiandacht die Predigt. Info Heute, Samstag: 10 Uhr Pilgermesse, 14 Uhr Kommunionkinder-Wallfahrt, 21 Uhr Gebet durch die Nacht in der Gnadenkapelle; Morgen, Sonntag: 9 Uhr Zeit der Barmherzigkeit (Beichte), 10 Uhr Pontifikalamt mit Bischof Karl-Heinz Wiesemann, 15 Uhr Maiandacht mit Predigt.

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