Rheinpfalz Mit Gebrauchsspuren oder top-restauriert

91-71514012.jpg

Zu einem wichtigen Bestandteil des Hauensteiner Kerweprogramms hat sich das Oldtimer-Treffen entwickelt: Am Sonntag fanden sich wieder rund 70 Fahrzeuge auf dem Penny-Parkplatz ein, zahlreiche Besucher ließen sich von den automobilen Senioren begeistern, schauten hier und da auch mal unter die Motorhaube, durften in dem riesigen Amischlitten Probe sitzen oder beteiligten sich an Fachsimpeleien rund um die betagten Karossen.

Da gab’s die toll restaurierten VW-Bullis der ersten Generation, es gab eine Vielzahl von Käfern, an deren Zustand sich auch die Philosophie der Eigentümer nachvollziehen lässt: die einen in einem Topzustand und auf Hochglanz poliert, andere – auch das mögen Oldtimer-Enthusiasten – im Originalzustand und mit den vielen Gebrauchsspuren der vergangenen Jahrzehnte. „So einen würde ich mir auch wünschen“, sagt indes der Mittfünfziger, als er das schicke VW-Käfer-Cabrio aus den Siebzigern sieht. Überhaupt wurden viele Käfer zum Penny-Parkplatz chauffiert, weil sich in der Wasgaugemeinde und in der Region viele Freunde des „Läuft und läuft und läuft“-Mobils gefunden haben. Gleich zwei Opel-Olympia aus dem Baujahr 1951 waren zu bestaunen, einer ein inzwischen sehr ansehnlicher Scheunenfund vom Rodalberhof, ein anderer aus der Vorderpfalz, dessen Besitzer nach wie vor und Tag für Tag mit dem Fahrzeug, das mit seinen 40 PS und dem nicht synchronisierten Getriebe, mit der wuchtigen Karosserie und dem riesigen Kühlergrill aus einer Zeit stammt, als sich die Designer noch am amerikanischen Vorbild orientierten und das Design noch nicht vom Windkanal diktiert wurde, zur Arbeit fährt. Dort ist ein wunderschön restaurierter Karman Ghia zu bewundern, unweit davon zieht ein Ford Cobra aus dem Jahr 1965 mit seinem zeitlos eleganten Design die Blicke auf sich. Vor den amerikanischen „Straßenkreuzern“, den Cadillacs, Chevrolets oder Mustangs aus den Sechzigern und Siebzigern mit ihren üppigen Formen und den ausladenden Ausmaßen sammeln sich immer wieder Betrachter und fragen nach dem „Durst“ der großvolumigen Maschinen. Nicht zuletzt: Auch historische Motorräder und Mopeds sind zu sehen und finden Aufmerksamkeit. „Es war wieder ein sehr gelungenes Oldtimertreffen“, bilanzierte Organisator Georg Seibel am Sonntagabend. „Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Und auch deshalb war die Ausstellung sehr abwechslungsreich“, beschrieb er die Atmosphäre auf dem Penny-Parkplatz, bevor der Konvoi auf die Ausfahrt durch den Wasgau ging. (ran)

Mehr zum Thema
x