Rheinpfalz Mit Beauty-Farm gepunktet

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WALDFISCHBACH-BURGALBEN. Denis Spies aus Burgalben ist der prüfungsbeste Jungmeister im Maler- und Lackierhandwerk des Jahres 2014 im Bereich der Handwerkskammer der Pfalz. Mit einem Notendurchschnitt von 1,75 legte er seine Prüfung ab.

Das Ergebnis der Prüfung wurde ihm zwar schon im September mitgeteilt, doch dass er Prüfungsbester war, erfuhren er und weitere 18 Jungmeister erst am Sonntag bei der Meisterfeier in Ludwigshafen. Mit der Note „gut“ schloss er die praktische Prüfung ab, ebenso wie jene für die berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse. Mit „gut“ wurden auch seine fachtheoretischen Kenntnisse bewertet. „Sehr gut“ waren seine betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse. Bei der Meisterprüfung galt es, eine Beauty-Farm von der Außenfassade bis zu den Innenwände samt einer Theke mit Bild zu gestalten. Außen wurden die Wände verputzt und unter anderem eine Steinimitation aufgemalt. Zwischen den Steinen mussten noch die Schattenfugen herausgearbeitet werden. Innen wandte er eine Glättetechnik an, bei der er mit Spachteln und einem Oberflächenfinish Punkte sammeln konnte. Auf einer anderen Wand legte er eine Lasur über einen Streichputz. Eine aufwendig verschnörkelte Säule wurde mit einer Marmorimitation bemalt. Das Kapitel der Säule wurde mit Blattgold veredelt. Frei gestalten konnte er ein Bild, das seinen Platz hinter der Theke bekommen sollte. Er entwarf ein stilisiertes Blatt. Für diesen Prüfungsteil sollte er zwei Techniken vorweisen. Er entschied sich für drei. Eine Basislackierung mit eingeblasenem Aluminiumpulver. Es folgte der Einsatz einer Spritzpistole, um einen Farbverlauf darzustellen. Anschließend wurde das Werk teilweise mit Schleiflack behandelt. Zur Prüfung gehörte auch die Gestaltung einer Theke für die Beauty-Farm. Auf der Frontplatte musste der vorgegebene Schriftzug in Schwarz aufgetragen und mit einem Logo ergänzt werden. Beim Hintergrund der Frontplatte entschied sich Denis Spies für einen Lacktechnik, bei der er in das zuvor aufgetragene Lack-Aluminiumpulver blies. Auf der Oberfläche der Theke musste er eine Granitimitation darstellen. Die Darstellungen der Natursteine sind derart echt, dass man sie erst auf den zweiten Blick als Imitationen erkennt. Für die eigentliche praktische Prüfung musste er sich eine Woche lang vorbereiten. So musste er unter anderem die Farben und das benötigte Material besorgen, die Stellwände und die Theke aufbauen und den Arbeitsplatz einrichten. Der 25-Jährige übt den Beruf in dritter Generation aus. Sein Opa hatte in den 60er Jahren einen Malerbetrieb in Weselberg. 1988 führte der Vater von Denis, Hans Günter Spies, die Familientradition fort und machte sich in Waldfischbach-Burgalben selbstständig. Den Beruf hat Denis Spies von der Pike auf im elterlichen Betrieb erlernt. Von Kind auf hatte er schon Einblick, sagte er und erzählt, wie er in den Ferien sein Taschengeld durch das Arbeiten mit seinem Vater aufbessern konnte. Während seiner Lehrzeit wurden mit Denis Spies drei Gesellen und eine Bürokraft im elterlichen Betrieb angestellt. In den Beruf ist er nach dem Abitur am Hohenstaufen-Gymnasium in Kaiserslautern und neun Monaten Zivildienstzeit „eher reingeschlittert“, sagte Denis Spies. Den Gesellenbrief hat er dann auch auf Anhieb bestanden. Da er Abitur hatte, konnte er die Ausbildung von drei auf zwei Jahre verkürzen. Zwei Monate, nachdem er seien Gesellenbrief in der Tasche hatte, meldet er sich bereits bei der Meisterschule an. Im August 2013 begann er mit dem Besuch der Vollzeitschule, die im Juli vergangenen Jahres zu Ende ging. Mittlerweile hat Denis Spies seinen eigenen Betrieb angemeldet: „Malerbetrieb Spies“. Vollwärmeschutz, Fassadengestaltung und Innenraumgestaltung gehören zu seinen Arbeitsbereichen. Sein Privatleben spielt sich vorwiegend innerhalb der Familie ab. Dazu gehört die dreijährige Tochter Sophia Marie und seine Ehefrau Anna-Lena. Gemeinsam planen sie den Neubau eines Wohnhauses Auf dem Riedel in Burgalben. In seiner knapp bemessenen Freizeit findet man den begeisterten Golfspieler auf dem Golfplatz in Waldfischbach.

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