Rheinpfalz Mehrere Nutzungen gewünscht

Für das Polygon-Gelände am Südrand von Speyer wird ein Bebauungsplan aufgestellt.
Für das Polygon-Gelände am Südrand von Speyer wird ein Bebauungsplan aufgestellt.

«Speyer.» Die Verwaltung treibt wieder die Überplanung des Polygon-Geländes im Süden Speyers voran. Der Masterplanprozess für das rund 18 Hektar große Gesamtgelände, bis zur Auflösung des Bundeswehrstandortes 2015 militärisches Fahrschulgelände, ist wieder aufgenommen. Damit beauftragt ist das Kaiserslauterer Planungsbüro Firu. Das haben Stadtsprecherin Barbara Fresenius und der Verkaufskoordinator der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Trier, Alexander Lehnen, auf Anfrage mitgeteilt.

Nach Angaben von Fresenius gebe es mehrere Interessenten für eine Nutzung: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) überlegt demnach eine Verlagerung des Betriebsgeländes von der Franz-Kirrmeier-Straße dorthin. Überlegt würden dazu Nutzungen aus dem Bereich Freizeit (Kleingärten) und dem Bereich Energie (Stadtwerke, Gaz de france/Engie). Derzeit werde der Bedarf abgefragt. Nächster Schritt sei die Konzeptentwicklung (Rahmenplan) und die Entwicklung einer Strategie für die Umsetzung. „Ablaufen soll der Prozess wie beim Masterplan Kurpfalzkaserne mit Sitzungen des Konversionsausschusses sowie einer offensiven Öffentlichkeitsarbeit über das Netz und Bürgerveranstaltungen“, kündigte Fresenius an. Ende des Jahres soll der Masterplan-Entwurf vorliegen. Eigentümer des Gesamtgeländes ist die Bima. „Für einen Teilbereich des Geländes ist weiterhin Bedarf für Bundes- und Landeszwecke angemeldet. Art und Umfang dieser Dauernutzung werden zurzeit ermittelt“, sagte Lehnen. Die von der Stadt Speyer angemeldete „Gemeinbedarfsnutzung“ werde zur Zeit ebenfalls näher beleuchtet. Daneben scheiden Flächen, welche für naturschutzrechtliche Belange (geschützte Landschaftsteile/Biotope) auf Dauer benötigt werden, ebenfalls aus der Verfügbarkeit aus. Wie groß diese seien, müsse in Absprache mit den Naturschutzverbänden abhängig von der übrigen Nutzung geklärt werden. Die Frage nach einer sonstigen Verwertung durch Verkauf oder Vermietung stelle sich überhaupt erst dann, wenn nach einer gesamten Flächenbilanz noch verfügbare Grundstücksbereiche vorhanden seien. Restflächen würden öffentlich angeboten. Der Wert des Geländes orientiere sich an den möglichen Folgenutzungen. „Verhandlungen mit Dritten finden derzeit nicht statt“, betonte Lehnen. Auch zur Kaserne gibt es Planungen. Gespräche mit Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) haben ergeben, dass einzelne Flächen und Hallen trotz Nutzung durch die Aufnahmestelle für Flüchtlinge herausgenommen und für die Stadtentwicklung genutzt werden können. Welche genau, soll in einem Gespräch zwischen Stadt, Bima und Ministerium Mitte September erfolgen, informierte Fresenius.

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