Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel „Speyer pflastert ab“: Grünes Licht für Initiative zur Entsieglung

Beispiel Königsplatz: Viele Stellen in Speyer sind stark versiegelt.
Beispiel Königsplatz: Viele Stellen in Speyer sind stark versiegelt.

Speyer bekommt wohl einen neuen Wettbewerb. Einstimmig hat der Stadtrat einer Initiative der Grünen zugestimmt. Sie soll die Entsiegelung der Stadt voranbringen.

Die Verwaltung soll – so der beschlossene Vorschlag der Grünen – eine kommunale Initiative entwickeln und umsetzen. „Es geht um Entsiegelung“, so Grünen-Stadträtin Petra Moser. Die Fraktion hat ihrer Idee den Namen „Speyer pflastert ab“ gegeben. Schließlich zähle die Stadt schon heute zu den besonders hitzebelasteten Städten in Deutschland. Gleichzeitig seien viele Flächen in Speyer versiegelt, was die Hitze im Sommer verstärke und Regenwasser schwerer versickern lasse. Entsiegelte Vorgärten, Grünflächen oder begrünte Fassaden könnten gerade in dicht besiedelten Städten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung leisten.

Die Initiative zum „Abpflastern“ verbinde somit mehrere Ziele auf einfache und sichtbare Weise, so die Grünen: „Mehr Klimaanpassung, bessere Vorsorge bei Hitze- und Starkregen sowie eine konkrete Förderung der biologischen Vielfalt direkt vor Ort.“ Teil der Kampagne könnten neben einer Informationsplattform mit Praxisbeispielen und Förderhinweisen auch ein Wettbewerb oder Mitmachaktionen sein. Zudem sei es denkbar, mit Schulen, Vereinen oder Umweltinitiativen zu kooperieren.

Alle anwesenden Stadträte konnten der Idee etwas abgewinnen. Der Antrag habe nichts Belehrendes oder Bevormundendes, sondern binde die Bürger aktiv ein, lobte Aurel Popescu (Linke). „Das Stadtradeln funktioniert genauso und regt zum Mitmachen an“, sagte Sarah Mang-Schäfer (SWG) zum Wettbewerbsgedanken. „Wir stehen dem positiv gegenüber“, betonte auch Frank Hoffmann (CDU). Die Stadt müsse mit positivem Beispiel vorangehen. Es gebe schon gelungene Beispiele, allerdings sei noch mehr möglich.

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