Rheinpfalz Mehr Wohnungen für Flüchtlinge

Placeholder-Image

Neustadt. Die Wohnungssituation für Asylsuchende hat sich in Neustadt etwas entspannt. Darüber hat der Runde Tisch Asyl nach seiner dritten Sitzung informiert. Ein wichtiges Ziel lautet nun, Strukturen für Ehrenamtliche aufzubauen, die sich für die Flüchtlinge engagieren wollen.

Dass im Moment nicht daran gedacht werden muss, Flüchtlinge in Turnhallen oder anderen Notunterkünften unterzubringen, hängt auch mit Silke Brix zusammen. Sie kümmert sich seit geraumer Zeit für die Stadt um Wohnungen und hat bislang erfolgreich gearbeitet, wie die Vorsitzende des Runden Tischs, Sabine Grabowsky vom Arbeitskreis Asyl, und Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer erklärten. Daneben ist die Gemeinschaftsunterkunft in der Amalienstraße umgebaut und zum Teil bereits belegt. In den nächsten Monaten kommen eine Übergangseinrichtung in der Lachener Straße und ein städtisches Gebäude in der Landauer Straße hinzu, daneben wird das Asylbewerberheim in Haardt ausgebaut. In anderen Weindörfern wird geprüft, was möglich wäre. Der im Herbst 2014 eingerichtete Runde Tisch hat mittlerweile drei Arbeitsgruppen gebildet: Sprache, Ehrenamt und berufliche Integration. Bei der Sprache starten im Mai die zusätzlichen Kurse der Volkshochschule in Haardt, begleitet von Ehrenamtlichen. Da die meisten Asylsuchenden im Stadtgebiet wohnen, soll dort das Netzwerk an Ehrenamtlichen weiter ausgebaut werden; seit vergangenen Freitag gibt es ein Willkommen-Café im Mehrgenerationenhaus. Gleichzeitig soll überlegt werden, wie die Ehrenamtlichen am besten unterstützt werden können und wie ihrem Einsatz eine Struktur gegeben werden kann. Eine Möglichkeit hat der Nachbarschaftsladen in Haardt vorgelebt. Nach wie vor ein großes Problem: Asylbewerber in Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. Die Arbeitsgruppe des Runden Tischs will deshalb prüfen, was möglich ist, um mehr über die Kompetenzen der Asylbewerber und Flüchtlinge zu erfahren. (ahb)

x