Rheinpfalz Mehr Platz schaffen
Insgesamt 17,5 Millionen Euro investiert der Kreis Südwestpfalz als Schulträger seit 2014 und bis 2018 in die Integrierte Gesamtschule Contwig. Gestern war Spatenstich für den knapp zehn Millionen Euro teuren Neubau eines zusätzlichen Schulgebäudes für die Schule, die rund 750 Schüler besuchen.
Auf einer Fläche von 78 mal 19 Metern sollen bis 2018 neben einer Bibliothek und einer Mensa, die die Schule seit Langem vermisst, 24 Klassenräume im neuen Gebäude entstehen. Der Neubau wird zwischen dem ursprünglichen Hauptschulgebäude, dem neuen Sportfeld und der Interims-Containeransammlung errichtet, die mit dem Neubau verschwinden soll. Laut Landrat Hans Jörg Duppré bringt der Kreis bis 2018 17,5 Millionen Euro auf, darin enthalten sind 1,5 Millionen Euro Containermiete. Die Freizeitanlage macht rund eine Million Investitionskosten aus, während der dickste Brocken der Neubau mit Schulhof-Neugestaltung (9,5 Millionen Euro) und der Umbau der bisherigen Gebäude (4,5 Millionen Euro) sind. Architekt Hubertus Sander sagte, dass bis zum Winter der winterfeste Rohbau stehen soll, sodass im kommenden Frühjahr Leitungen verlegt und die Arbeiten weitergeführt werden können. Die Fertigstellung des Neubaus ist für März 2018 geplant. Dann beginnt der zweite Bauabschnitt im Altbau. Verwaltungstrakt und Lehrerzimmer werden verlegt und etliche Räume geändert. Auch der Buswendeplatz wird umgebaut, ebenso die Parkplätze. Die europaweite Ausschreibung des Schulneubaus hat die Homburger Baufirma Erhardt und Hellmann gewonnen. Architekt Sander sprach aufgrund der terrassenartigen Topographie des Schulgeländes von einer Herausforderung, die die Beteiligten aber annähmen. „Fläche kann jeder“, setzte er launig hinzu. Denn die unterschiedlichen Ebenen von Alt- und Neubau werden mit einem grünen Klassenzimmer optisch miteinander verbunden: abgestufte Sitzgelegenheiten, wo heute noch ein Hang ist, sollen Unterricht im Freien ermöglichen. Das Farbkonzept mit 70er-Jahre-Orange an den Fassaden des Altbaus soll laut Sander auch am Neubau „interpretiert“ zu finden sein. Schulleiter Thomas Höchst warb im Kollegium der IGS um Geduld für die angestoßenen Investitionen des Schulträgers. Nach den Worten des Landrats seien die zuständigen Abteilungen der Kreisverwaltung im Grunde genommen überlastet. „Es gibt ja nicht nur diese Schule im Kreis, in die wir gerade viel investieren“, sagte Duppré zu zeitgleichen Baumaßnahmen an mehreren anderen kreiseigenen Schulen. Dabei lobte er das außerordentliche Engagement der Mitarbeiter im Kreis-Bauamt, die dies alles ermöglichen. |mml