Contwig
Schon wieder Probleme am Bahnübergang
Es ist schon ein paar Jahre her, da machte der Contwiger Bahnübergang immer wieder Probleme: Die Schranken blieben unten, nachdem der Zug durchgefahren war. Am vergangenen Dienstag ist das nach längerer Zäsur wieder passiert. Dieses Mal war der Grund jedoch ein anderer, sagt Contwigs Bürgermeisterin Nadine Brinette im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Am Bahnübergang ist ein Sensor älteren Technikstandards verbaut. „Das ist so, weil auch ältere Züge durchfahren, die nicht mit den neuen Gegensensoren ausgestattet sind“, erklärt Brinette. Und eben jener Sensor reagiert offenbar empfindlich auf Temperaturunterschiede. Brinette: „Letzte Woche waren es über 30 Grad, jetzt ist es wieder kühl.“ Der Sensor streikte, die Schranken blieben unten.
Umleitung über alte B10
Damals war ebenfalls ein Sensor schuld daran, dass sich die Schranken nach der Zugdurchfahrt nicht mehr öffneten. Laut Brinette war das defekte Bauteil jedoch an einem der Züge verbaut. Das Signal, dass der Zug durchgefahren war, wurde damals nicht mehr übermittelt, die Schranken blieben daher unten, erklärt die Bürgermeisterin.
Das defekte Teil, das am Dienstag für die Störung sorgte, wurde noch am selben Tag ersetzt. „Hoffen wir mal, dass das jetzt länger hält“, bemerkt Brinette. Die Reparatur habe jedoch einige Stunden gedauert, weil die Techniker von Saarbrücken aus nach Contwig fahren mussten. Am Bahnübergang beobachtete die Bürgermeisterin indes, dass manche Leute trotz geschlossener Schranken über die Gleise gingen. Brinette rief die Polizei, damit sie vor Ort für Sicherheit sorgt. „Wir können ja nie wissen, ob nicht ein Technik- oder Sonderzug durchfährt, der nicht im regulären Fahrplan aufgeführt ist.“
Für die Contwiger, die von der Dorfmitte in Richtung Truppach fahren wollten, sorgte die Sperrung des Bahnübergangs für einen kilometerlangen Umweg – über die frisch sanierte alte B10. Brinette bemerkt spitz: „Zum Glück ist die jetzt ja keine Holperpiste mehr.“