Rheinpfalz Mehr Mitbestimmen beim Wald

Placeholder-Image

Geht es nach dem Willen des Ortsbürgermeisters, soll die Gemeinde künftig mehr mitbestimmen können, wie ihr zirka 160 Hektar großer Wald bewirtschaftet wird. Ohne lange Diskussion war sich das Gremium zudem einig, dem SV Nanz-Dietschweiler 25.000 Euro Zuschuss zu gewähren, damit dieser seinen Kunstrasenplatz renovieren und die Flutlichtanlage ertüchtigen kann.

Wie die Vorstandschaft in ihrem Antrag mitgeteilt hat, ist der Kunstrasenplatz wegen der häufigen Nutzung mittlerweile stark renovierungsbedürftig. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Kosten auf 265.000 Euro. Der Verein muss voraussichtlich einen Eigenanteil von zirka 132.000 Euro schultern. In Sachen Gemeindewald berichtete Ortsbürgermeister Martin Holzhauser über seinen Besuch bei der Forstverwaltung in Kusel. Demnach sehe er nach einem Gespräch mit Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel mehr Möglichkeiten für die Gemeinde, mitzubestimmen. Seit Jahren möchte der Rat mehr Einfluss auf die Vermarktung des Holzes haben. Zudem soll die Waldfläche reduziert werden, die vom Förster bewirtschaftet wird. Das werde Kosten sparen, lautete der Tenor im Rat. Im April sollen die Gespräche mit der Forstleitung fortgeführt werden. Dem Forstwirtschaftsplan 2018, der mit einem Überschuss von knapp 390 Euro abschließen soll, stimmte der Rat zu. Um etwaige Folgekosten nach Starkregenfällen zu vermeiden, folgte das Gremium der Empfehlung des Bauausschusses, im Neubaugebiet „Höllenhub Teil D“ die Leitungs- und Versorgungstrasse nicht als Schotterweg, sondern als Treppenweg auszubauen. Die Planungen der Verbindung von Mühlpfad hinauf zur Straße „Am Mühlberg“ stellte Kerstin Lesmeister vom Büro Dilger vor. Die Kosten des 18-stufigen Weges bezifferte Lesmeister auf etwa 26.000 Euro, die nach Abzug des Gemeindeanteils auf die Anlieger umgelegt werden sollen. Holzhauser wurde ermächtigt, die Arbeiten an den günstigsten Bieter zu vergeben. Weiter vergab der Rat notwendige Rodungsarbeiten an drei Grundstücken für rund 8600 Euro an einen Forstfachbetrieb aus Homburg. Einig waren sich die Gemeindevertreter, die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuer sowie die Hundesteuern für die nächsten beiden Haushaltsjahre nicht anzuheben. Ebenfalls ohne Gegenstimme befürwortete das Gremium das von Ortsbürgermeister Holzhauser vorgestellte Investitionsprogramm bis 2021. Auch in den nächsten vier Jahren wird viel Geld in den Erhalt und den Ausbau der Ortsstraßen fließen; alleine im Ortsteil Dietschweiler sollen hier rund 755.000 Euro investiert werden. Dem Beispiel anderer Gemeinden folgend, war sich der Rat einig, ein Geschwindigkeitsmessgerät anzuschaffen. Die Kosten, abzüglich eines Zuschusses der Verkehrswacht, taxierte der Ortsbürgermeister auf rund 1900 Euro. Einstimmig sprach sich das Gremium für den Ausbau des Gehwegs in der Katzenbacher Straße aus, der nach ersten Planungen 30.000 Euro kosten wird. Dabei soll auch die Straßenbeleuchtung für 41.000 Euro erneuert werden. Für die umlagepflichtigen Maßnahmen setzte der Rat den Anliegeranteil auf 50 Prozent fest. Peter-Karl Ludes ist für Renate Trautmann in den Rat nachgerückt.

x