Rheinpfalz Manchmal ist Handarbeit angesagt

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Vier Monate seien für den ersten Bauabschnitt vom Ortseingang aus Richtung Lug bis zur Kreuzung im Einmündungsbereich der K 54 geplant, sagt Werner Keller von der Straßenmeisterei Dahn am Mittwoch beim Jour fixe, der wie jeden Mittwoch pünktlich um 10 Uhr beginnt. Keller ist täglich als Ansprechpartner des Landesbetrieb Mobilität Kaiserslautern vor Ort. Dann können alle Baubeteiligten und Anlieger mit ihm eventuelle Probleme und die nächsten Schritte besprechen. Ortsbürgermeister Herbert Schwarzmüller und sein Beigeordneter Franz Schaller äußern sich zufrieden über die gute Zusammenarbeit und den zügigen Ablauf der Arbeiten. Die Gemeinde ist bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Land, Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde für den Ausbau der Gehwege zuständig. Beschwerden von den Bewohnern habe es bisher nur wenige gegeben, sagt Bauleiter Manfred Schlachter von der Baufirma Theisinger und Probst. Die Anlieger seien ja bei der Anliegerversammlung im Voraus über alles informiert worden. Überdies sei in diesem Abschnitt ein Haus derzeit nicht bewohnt, ein Nachbar in Urlaub gefahren und am Ortseingang gebe es ohnedies mehr Bewegungsspielraum. Die Notfallversorgung sei immer gewährleistet, erklärt Polier Florian Fröhlich. Für die Müllabfuhr bringen seine Leute die Mülltonnen der Anwohner jeden Montagmorgen von Hand an eine Sammelstelle und danach wieder an die Häuser zurück. An diesem Mittwochmorgen hatte es einen Wasserrohrbruch an den alten Leitungen gegeben. Da ist Handarbeit angesagt. Kein Vergnügen für den Mann mit der Schippe, denn es ist nass und schlammig da unten in der Grube und dazu bitter kalt. Eine ganze normale Baustelle sei das eben, sagt Joachim Baron von den Werken der Verbandsgemeinde Hauenstein. Diese sanieren und erweitern im Zuge des Bauvorhaben ihr Kanal- und Wassersystem bis an die jeweiligen Grundstücksgrenzen. Er könne sich noch an die Zeit erinnern, als es in Schwanheim Sickergruben gegeben habe und die Abwässer in den Bach abgeleitet worden seien, erzählt Baron. Wann immer dort Leitungen erneuert wurden, seien die alten einfach im Erdreich belassen und ausgeschwemmte Löcher mit viel Beton zugeschüttet worden. Da könne es schon mal eng werden. Das mache die Sanierung nicht einfacher, und manchmal sei deshalb Handarbeit angesagt, erklärt er. „Wer hätte vor 50 Jahren denn gedacht, dass außer für Wasser und Strom heute so viel mehr Leitungen verlegt werden.“ Klar, dass es bei so einer Baustelle für die Bürger auch Anspannung gebe. Aber hinterher seien immer alle zufrieden, sei seine Erfahrung, sagt Baron. Tina Guse von der Telekom ist dabei, weil ihre Firma während des Bauprojekts ihre bis zu 70 Jahre alten Telefonkabel durch weniger störanfällige austauscht. Jetzt sei bei den Erdarbeiten ein Kabel durchtrennt worden. Das werde umgehend behoben, versichert sie. Schwieriger werde es beim zweiten Bauabschnitt im Kreuzungsbereich, weil dort ein großer Kanal erneuert werden müsse, erklärt Koordinator Keller. Etwa ein Monat Bauzeit sei für diesen Abschnitt geplant. Ebenso schwierig werde die Organisation für den dritten Bauabschnitt ab der Kreuzung bis zum Ortsausgang in Richtung Darstein, für den etwa vier Monate eingeplant seien, so Keller. Alle drei Bauabschnitte können nur unter Vollsperrung ausgeführt werden. Die Umleitungstrecken werden aktuell bekannt gegeben.

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