Rheinpfalz Müllproblem auf dem Friedhof

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Wie bekommen wir das Müllproblem auf dem Friedhof in geordnete Bahnen? Über diese Frage diskutierte der Gemeinderat am Montag ausführlich. Doch eine optimale Lösung scheint es nicht zu geben.

„Wir müssen ein anderes Müllkonzept für den Friedhof finden“, meinte Ortschef Kurt Görtler und verwies darauf, dass die Entsorgung dort eine freiwillige Leistung der Gemeinde sei. Es gebe nur zwei Möglichkeiten: Die Besucher sollten ihren Müll nach Hause mitnehmen oder die Gemeinde stelle einen Container auf. Da es jedoch auch an Platz fehle, müsste ein Containerstellplatz hergestellt werden, welcher etwa 35.000 Euro Kosten verursache. Als weitere Möglichkeit käme in Betracht, den Grünschnitt auf einen Anhänger zu laden und auf der Deponie Reichenbach zu entsorgen. Etwa 1000 Euro im Jahr würde dies kosten. Mit einem 60-Liter-Behälter den Bio-Müll über die Müllabfuhr zu entsorgen, würde 450 Euro pro Jahr verursachen. Die Bürger müssten jedoch eindringlich auf die Mülltrennung hingewiesen werden, was bisher, wie in den meisten Gemeinden, nicht wirklich funktioniere. Ratsmitglied Herbert Steiner stellte fest, dass in Nothweiler kein Containerstellplatz vorhanden sei, weshalb man den Bio-Abfall zur Reichenbach fahren sollte. Görtler ergänzte, dass dann ein Grüncontainer (660 Liter) sinnvoll wäre. Doch die Räte hegten Zweifel, dass ein solcher Container problemlos die steile Zufahrt zur Straße hinab gefahren werden könne. Ein weiteres Problem stelle sich mit dem Abräumen abgelaufener Gräber dar. Oft würden Hinterbliebene fehlen, womit die Kosten hierfür wieder an der Gemeinde hängen blieben. Egal, was auch in Bezug auf Müllentsorgung investiert werde, würde sich dies wieder auf die Friedhofsgebühren niederschlagen, was jeder vermeiden wolle. Nach langer Diskussion entschied der Rat, einen Grüncontainer aufzustellen und die Bürger zur strikten Mülltrennung aufzufordern. Revierleiter Edwin Schneider vom Forstamt Wasgau berichtete über das Ergebnis 2016 im Gemeindewald. Demnach gab es bei Einnahmen von 150.751 Euro unterm Strich ein positives Ergebnis von 16.109 Euro. Hierbei war jedoch ein Restbestand aus 2015 eingeflossen. Beim Holzeinschlag am Kappelstein sei das Holz so besplittert gewesen, so Schneider, dass der Kunde die Annahme verweigert habe, weshalb er nachsteuern musste. Der Wirtschaftsplan 2017 sieht eine Holzernte von 1305 Festmetern vor, wovon 1195 Festmeter verwertet werden können. Vorgesehen ist ein Einschlag im Dackenthal und im Hengental sowie am Kappelstein mit dem Hangharvester. Als größere Ausgaben führt der Plan die Waldpflege für 8370 Euro auf, für die Waldbegründung 2975 Euro und den Wegebau 4500 Euro. Bei einem Gesamtertrag in Höhe von 75.136 Euro ist ein Gewinn von 2221 Euro vorgesehen. Im letzten Jahr hatte die Gemeinde beim Land wegen einer Nutzungsausfall-Entschädigung für das „Naturschutzgebiet Zeppelinhalde“ angeklopft. Herbert Steiner fragte nun den Sachstand ab. Laut Revierleiter sieht das Land keine Möglichkeit für eine solche Entschädigung. Es zahle nur Pflegemaßnahmen in der Wachholderheide. In Anbetracht dessen, dass die Gemeinde das älteste Naturschutzgebiet im Land besitze, für andere Schutzgebiete jedoch großzügig Geld gegeben würden, sei das schon bemerkenswert, so der Tenor im Rat. Der Revierleiter schlug vor, sich am Life-Projekt der EU zu beteiligen. Für Nothweiler käme die Schaffung von Altholzinseln in Betracht. Nach Abklärung der Höhe der Nutzungsausfall-Prämie wird der Rat entscheiden. Mit der Beseitigung der Mängel am Spielplatz wurde die Firma Albrecht beauftragt. Die Maßnahme kostete 1137 Euro. Der Rat stimmte nachträglich zu. Der Haushaltsplan 2016/2017 wurde genehmigt, die Kreditaufnahme auf 55.000 Euro beschränkt. Eine Auflage sei die Beitragserhebung für die Umstellung der Straßenlampen gewesen, so Görtler. |na

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