Rheinpfalz Logenplätze für den Merkur-Transit

Am Montag, 9. Mai, lässt sich durch ein Teleskop der „Pälzer Schdernegugger“ in Dahn am Planetenweg ein ganz besonderes Himmelsereignis beobachten: Der Planet Merkur wandert direkt vor der Sonne vorbei und steht für einige Zeit ganz in ihrer Scheibe. In Merzalben können Interessierte das Ereignis bei einem Hobby-Astronomen verfolgen.
Mit bloßem Auge kann man die ungewöhnliche Konstellation nicht sehen, das geht nur mit spezieller Ausrüstung. Die „Pälzer Schdernegugger“ stellen für das sogenannte „Transit-Ereignis“ ihr Teleskop zur Verfügung. Ab 13 Uhr, wenn die Planetenbewegung spannend wird, kann man gemeinsam mit den Experten Merkurs Weg verfolgen. Ein besonderer Filter vor dem Objektiv schützt die Augen vor der Sonneneinstrahlung. Standort des Teleskops ist am Montag – passend zum Ereignis – das steinerne Pendant zur Sonne im Dahner Planetenweg. Die massive Sandsteinkugel liegt am Radweg zwischen Dahn und Hinterweidenthal, gut sichtbar auch von der Straße aus. Sie bildet den Ausgangspunkt des Planetenwegs und ist maßstabsgerecht zum echten Himmelskörper gefertigt. Auf 20.37 Uhr haben Astronomen das Ende der Wanderung berechnet und so können Neugierige das Schauspiel bis in den Abend live beobachten. Merkur wird dann als winziger Punkt die große Sonnenscheibe durchlaufen haben. Dabei steht ein Team der „Schdernegugger“ bereit, um Fragen rund um Sonne, Merkur und Transitereignisse am Himmel zu beantworten. Der Verein wird auf seiner Website rechtzeitig bekanntgeben, wenn die Beobachtung wegen schlechten Wetters ausfallen muss. Denn auch das beste Teleskop stößt bei Wolken und Nebel auf seine Grenzen. Eine neue Gelegenheit, den Merkurdurchgang zu sehen, bietet sich erst im November 2019, dann allerdings mit deutlich geringerer Schönwetter-Garantie. Die gibt es erst wieder im Mai 2049, und bis dahin können Weltraumbegeisterte sicher nicht warten. Auch in Merzalben bietet sich die Möglichkeit, den Merkur-Transit zu beobachten – bei dem Hobby-Astronomen Peter Schneider. Für ihn sei dies ein besonderes Ereignis, wenn der Merkur vor der Sonne durchzieht, meint er. Der Merkurtransit sei jedoch nur mit einem speziell für die Sonnenbeobachtung ausgerüsteten Teleskop zu verfolgen. Der Merkur sei zu klein, um mit Hilfe einer Sonnenfinsternisbrille als schwarzer Punkt vor der Sonne erkennbar zu sein, so Schneider. Deshalb benötige man zur Verfolgung eines Merkurtransits ein passendes Amateurteleskop. Peter Schneider öffnet deshalb sein Haus, um Interessierten diese Möglichkeit zu bieten. Eine Anmeldung bei ihm ist allerdings erforderlich über Telefon 06395/7503 oder E-Mail: kubanita@t-online.de (juba/mt)