Rheinpfalz Leserbriefe:
Auch bei uns zu Hause ist der Medienhype um den „hochexplosiven“ Sprengstoff-Fund bei jedem neuen Bericht in der Zeitung das Gesprächsthema Nummer 1. Unserer Meinung nach wird das Thema gezielt hochgespielt, da es gerade so schön zur allgemeinen Sicherheitslage im Land passt. Warum werden keine Fotos und Details von dem Fund in den Medien veröffentlicht? Wie hoch ist denn der Anteil an Raketen, Böllern und Sprengstoff-fähigem Material? Hat die Öffentlichkeit denn keinen Anspruch auf Information? So werden Spekulationen geschürt. Ich will die Sache nicht verharmlosen und habe auch höchste Achtung vor den Männern und Frauen vom Kampfmittelräumdienst. Was hier aber ein Aufwand getrieben wurde mit Evakuierung, Straßensperrungen, Abtransport ... tagelang. Für mich nicht nachvollziehbar. Die Frage sei auch erlaubt, wie können eigentlich über 100 Kilo Böller und Raketen in einer einzigen Explosion gezündet werden (geplanter Sprengstoffanschlag in Kaiserslautern)? Ich wage zu behaupten, dass zwei Tage vor Silvester tausende unbescholtene Bürger unseres Landes zentnerweise „Sprengstoff“ in Form von Böllern und Raketen nach Hause geschafft und gelagert haben. Nicht in gepanzerten Wagen, sondern ganz einfach im PKW ... Ich wage weiterhin zu behaupten, dass dieser ganze „Sprengstoff“ in der Silvesternacht unter Beachtung aller Sicherheitsvorschriften und zur Freude aller Beteiligten „fachmännisch“ zur Explosion gebracht wurde. Und das Beste daran ist, für diese Art der Beseitigung waren weder eine Evakuierung der Anwohner noch Straßensperrungen nötig. Anmerkung der Redaktion: Wie veröffentlicht, sind insgesamt 250 Kilogramm Pyromaterial bei dem Beschuldigten gefunden worden, 110 Kilo davon stufen die Behörden als brisant ein. Als ich die Leserbriefe der Herren Gabel und Leonhard gelesen habe, bin ich erschrocken. Wie kann man so welt- und realitätsfremd sein? Ich wäre jedenfalls froh, wenn die Behörden so reagieren wie in Lauterecken, da ich an meinem Leben hänge. Diese Herren scheinen aber gerne mit ihrem und dem Leben anderer zu spielen. Wer lesen kann, ist auch klar im Vorteil. In der Zeitung stand nämlich, dass dieser Kriminelle diesen Sprengstoff auch noch selbst vermischt hat. Von daher entbehrt der Vergleich mit Bundeswehrtransporten und Feuerwerkskörpern aus den Geschäften jeder Grundlage. Für die Zukunft beantrage ich schon jetzt ähnliche Funde dann in den Wohnzimmern dieser Herren in Langweiler und Jettenbach zu entschärfen, da sie ja keine Hosenscheißer sind und über die Behördenmaßnahmen in Lauterecken nur Lachen können. Was die Nachbarn wohl dazu sagen? Die betroffenen Einwohner von Lauterecken sind sicher erleichtert, dass die Sprengstoff-Entsorgung ein gutes Ende genommen hat. Voraussetzung dafür war nicht zuletzt die gute und schnelle Arbeit und Zusammenarbeit von Polizei, Verbandsgemeinde, Feuerwehr und allen beteiligten Behörden. Und dafür haben alle zuerst ein Lob und Wort des Dankes verdient! Wir Bürger können und sollten dankbar sein, da wir gesehen und erlebt haben, dass für unsere Sicherheit alles getan wird. Im Nachgang das aufgegangene Konzept als „Lachnummer“ beziehungsweise „Nicht reformfähige Bürokratie“ auf Kosten der Bürger zu bezeichnen, entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage! So kann sich nur äußern, wer nicht in Verantwortung steht. Wenn Herr Steuer schon die Historie bemüht, wäre es hilfreich, sich vorher mit selbiger befasst zu haben! Wenn man von etwas keine Ahnung hat, sollte man davon schweigen. Oder, wie der Lateiner sagt: „Si tacuisses, philosophus mansisses.“ Ich kann die Meinung des Herrn Zeiser nur unterstützen, denn so und nicht anders werden Dinge in Kusel „geregelt“, und das mit Erfolg seit mindestens 30 Jahren, seither verfolge ich das. Wie „groß“ der Erfolg ist, kann man unter anderem im RHEINPFALZ-Artikel vom 7. Januar „Landkreis-Ranking“ nachlesen. Also, wie heißt die Lieblingsformulierung der Politiker, wenn sie mal wieder mächtig „Mist“ gebaut haben? „Weiter so auf gutem Wege“. Recht so!