Rheinpfalz Leserbrief:

Ich kann nicht verstehen, dass eine Partei wie die SPD mit so langer demokratischer Tradition sich in so eklatanter Weise über den Bürgerwillen hinwegsetzen will. Bei einer Abstimmung haben sich die Bürger der östlich gelegenen Orte der Verbandsgemeinde Hauenstein mit Mehrheiten zwischen 74 und 91 Prozent für den Anschluss an die Verbandsgemeinde Annweiler ausgesprochen, ohne Hinterweidenthal. Dieses Votum kann die von der SPD geführte Landesregierung nicht einfach abtun. Die Bürger erwarten von einem Anschluss nach Annweiler wirtschaftlichen Fortschritt. Und da haben sie nicht Unrecht. Hinzu kommt, dass das von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten von Professor Junkernheinrich wissenschaftlich objektiv zu dem Ergebnis kommt, dass die Orte Darstein, Dimbach, Hauenstein, Lug, Schwanheim, Spirkelbach und Wilgartswiesen der Verbandsgemeinde Annweiler zuzuordnen sind. Darüber kann sich doch die von Malu Dreyer geführte Regierung nicht einfach hinwegsetzen. Dies bringt Frust, und die Wähler werden verstärkt den rechten Protestparteien nachlaufen. Lassen Sie mich noch einige Worte über die Realschule plus verlieren: Nach der Übernahme durch den Kreis sollte sie zunächst geschlossen werden. Heute blüht und gedeiht sie, obwohl sie bei der Verteilung der Mittel recht stiefmütterlich vom Kreis behandelt wurde. Der Schulleiter und die Lehrer haben hier Hervorragendes geleistet. Herzlichen Dank dafür. Wenn so weitergearbeitet wird, wird sie uns erhalten bleiben. Sie sehen also, dass wir vom Kreis nicht gerade fürstlich behandelt wurden. Der Kreis wird zeitlich möglicherweise einige Einbußen haben, (...) dann kommt die dringend notwendige Kreisreform und die paar Orte fallen nicht mehr ins Gewicht (Rheinland-Pfalz hat die kleinsten Kreise im gesamten Bundesgebiet). Sehr geehrter Herr Spitzer, verhelfen Sie dem Bürgerwillen zum Durchbruch, und die Wähler der Verbandsgemeinde Hauenstein werden es Ihnen lohnen.