Rheinpfalz
Lauterecker Waldweihnacht: Je besser das Wetter, desto mehr Besucher
Hoch über Lauterecken, rund um die Hütte des Pfälzerwald-Vereines (PWV) und auch im Wald, war am Sonntag zur zweiten Waldweihnacht wieder einiges los. Hielt der Regen am Morgen noch die Besucher ab, wurde es im Laufe des Tages immer voller. Viele trauten sich – mit festem Schuhwerk – auch in den Wald.
Hauptorganisator Heinrich Schreck, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins und Beigeordneter der Stadt, hatte wegen der Witterung die Wegführung kurzfristig etwas verändert, damit Wanderer bis auf wenige Meter schlammfrei zu den Zielen gelangen konnten. Startpunkt und Endpunkt des auf drei Kilometer etwas verkürzten Weges war die Hütte des Pfälzerwald-Vereins. In der Bauwaldhütte hatte sich der Förderverein der Kindertagesstätte Lauterecken mit Glühwein, Tee, Punsch und Brezeln auf Wanderer eingerichtet.
Danach ging es zu den Kalköfen, wo neben warmen Getränken und Frikadellen sowie Bratwurst auch Gebäck und kleinere Holzarbeiten angeboten wurden. Birgit Fehrentz, die schon bei der Premiere an den Kalköfen mithalf, berichtete, dass sich mit zunehmender Wetterbesserung auch die Zahl der Wanderer erhöhte. An den Kalköfen mit einer überdachten „VIP-Lounge“ und Thermodecken, konnten die Besucher gemütlich rasten. Zum Aufwärmen waren Feuertonnen aufgestellt, sodass kalte Füße sich wieder erwärmen konnten – so blieb dann auch etwas mehr Zeit, Glühwein zu genießen.
Sturm lässt nach
„Zum Glück stürmt es nicht mehr, sonst hätte ich überlegen müssen, ob man die Leute überhaupt in den Wald lassen kann“, zeigte sich Schreck am frühen Nachmittag noch recht zufrieden mit Witterung und Zuspruch. Auf die Ankunft der georderten Kutsche wurde jedoch aus Sicherheitsgründen verzichtet, und der Nikolaus machte in diesem Jahr auch nur Station an der Hütte des PWV.
Zurück an der Hütte zeigte sich, dass dort auch ohne Wanderung ein nettes Angebot zum Verweilen einlud. Die Standbetreiber boten aus Holzbuden Wildspezialitäten, die verschiedensten Glühweinvarianten, heiße Schokolade, Waffeln und auch Gulasch- und Kartoffelsuppe zur Stärkung an. Dazu gab es noch Kleinigkeiten für das bevorstehende Fest. Besonders hervor tat sich die Wanderjugend des Pfälzerwald-Vereines, die mit Schlüsselanhängern, Lunchbags, Geldbeuteln oder auch Knabbertüten eine Vielzahl praktischer Dinge veräußerte.
Fahrdienst im Angebot
„Wir sind stolz auf unsere Jugend, die hier toll organisiert hat“, berichtete der erste Vorsitzende des Pfälzerwald-Vereines, Peter Groß. Am Morgen sei noch wenig los gewesen, aber im Verlauf des Tages aber immer mehr. Groß war zufrieden, wenn er auch zugab, dass ohne Schnee der ganz große Andrang wie im vergangenen Jahr fehlte. Gemeinsam wurde mit dem Heimat- und Kulturverein und der Werbegemeinschaft das Umfeld der Hütte dekoriert, und auch im Inneren herrschte eine heimelige Atmosphäre. Das Kuchenbüffet rundete das Angebot ab. Für jedes Alter war etwas dabei – Groß hatte älteren Lautereckern sogar einen Fahrdienst angeboten, um ihnen die Teilnahme zu ermöglichen. „Das Konzept ist stimmig und der ,Oberhäuptling’ Schreck ganz in seinem Element“, lobte Groß schmunzelnd.
Einer dritten Auflage der Waldweihnacht, dann – vielleicht- wieder mit Schnee und der bereits für dieses Jahr geplanten Kutsche, stehe nichts im Wege.