Rheinpfalz
Lauterecker Feuerwehrstandort soll um dreigliedrige Fahrzeughalle erweitert werden
Der Feuerwehrstandort Lauterecken soll um eine Fahrzeughalle erweitert werden. Der Bau- und Umweltausschuss der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein hat sich am Dienstagabend mehrheitlich dafür ausgesprochen.
Grund für die Erweiterung ist Platzmangel, wie Verbandsbürgermeister Andreas Müller erläuterte. Im Hinblick auf das Fahrzeugkonzept der Feuerwehr (HLF 10 und Drehleiter) reiche der Platz nicht mehr aus. Zudem würden die Fahrzeuge immer größer. Daher soll auf dem Grundstück der Feuerwache, das nach Zukauf im Januar mittlerweile bis an die B 420 und B 270 reicht, eine neue Halle errichtet werden, die drei Fahrzeugen Platz bietet. Wie der planende Ingenieur Hagen Bojak schilderte, soll die neue Halle nicht an das bestehende Gebäude angebaut, sondern etwas abgesetzt auf der hinzugekauften Fläche entstehen. Die Kosten liegen bei etwa 116.000 Euro für die Halle, hinzu kommen geschätzt 85.500 Euro für die Bodenplatte, 16.500 Euro für die Elektroinstallation und 18.500 Euro für die Heizung. Laut Bürgermeister Müller sind für die Erweiterung 350.000 Euro im Haushalt 2019 vorgesehen.
Ausschussmitglied Roman Miedzinski ging die Sache zu schnell, weil er die vorgelegte Planung als unzureichend im Hinblick auf die eingezeichneten Maße empfand. Auf Nachfrage räumte Bojak ein, dass es sich noch nicht um die endgültigen Maße handele, die ja erst noch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion abgeklärt werden müssten. Im übrigen sei dies auch nur ein Vorentwurf, um sich ein Bild machen zu können. Für Miedzinski war dies allerdings keine hinreichende Erklärung. Auf dieser Basis könne er nicht zustimmen, sagte er. Hans Schlemmer pflichtete ihm insofern bei, als dass es sich bei der Planung noch nicht um eine Endversion handele, man aber trotzdem abstimmen sollte. Man solle den Bau befürworten, meinte Schlemmer, er hätte sich allerdings gewünscht, dass die Vorlage bereits die richtigen Maße enthalten hätte. Oliver Naudsch hielt die Vorlage für „noch nicht zustimmungsgemäß“. Völlig anders argumentierte Rainer Mohr: „Es geht doch zunächst einmal darum, ob wir bauen oder nicht, die konkreten Hallenmaße sind deshalb noch nicht nötig.“ Dieser Argumentation schloss sich Müller an. Es handele sich zunächst um einen groben Entwurf. Mit dem Beschluss entscheide man lediglich darüber, ob gebaut werden solle oder nicht. Details seien zurzeit noch gar nicht beauftragt. Planer Bojak seien für seine Vorlage noch keine konkreten Maße an die Hand gegeben worden, sondern lediglich Rahmendaten. Die genannten Kosten seien allerdings keine Fantasiezahlen: „Wir kommen mit diesen Kosten hin“, zeigte sich Müller sicher. Auch Albrecht Freundorfer plädierte für Zustimmung zum Entwurf, weil zunächst eine „Grundsatzentscheidung“ zu treffen sei.
Lediglich Roman Miedzinski war nicht umzustimmen. Nach dem mehrheitlichen Votum soll die Stützpunktwehr um eine Fahrzeughalle erweitert werden, das Büro Bojak soll die weitere Planung vornehmen.