Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Lauterecken: Jugendtreff raus aus der Mensa, rein ins ehemalige Forstamt

Im Gebäude des ehemaligen Forstamts hinter dem Lauterecker Stadthaus soll der Jugendtreff eingerichtet werden. archivFoto: sayer
Im Gebäude des ehemaligen Forstamts hinter dem Lauterecker Stadthaus soll der Jugendtreff eingerichtet werden. archiv

Der Abriss des Jugendtreffs und der Bau einer Mensa für die Grundschule an dessen Stelle ist beschlossene Sache. Im neuen Gebäude sollte der Jugendtreff dann auch wieder einziehen. Jetzt heißt es: Kommando zurück. Für ihn gibt es im neuen Konzept keinen Platz mehr. Eine Lösung ist allerdings in Sicht.

Hintergrund der Planänderung ist die unbefriedigende Zuschusssituation, wie Verbandsbürgermeister Andreas Müller am Dienstagabend im Bau- und Umweltausschuss der Verbandsgemeinde mitteilte. Im neuen Gebäude sollte der Jugendtreff im zweiten Obergeschoss eine Bleibe finden. Erdgeschoss und und erstes Obergeschoss waren Mensa und Klassenräumen vorbehalten. Der Bau dieses schulischen Bereiches wird vom Land mit 60 und vom Kreis mit zehn Prozent bezuschusst. Aus der für den Jugendtreff beantragten Förderung aus dem Investitionsstock (60 Prozent) sei man allerdings rausgefallen, schilderte Müller. Die Verbandsgemeinde hätte demnach die kompletten Kosten für den Jugendtreffausbau tragen müssen. Eine andere Lösung musste her.

Der mit der Planung beauftragte Architekt Klaus Wagner speckte das Projekt ab. Das zweite Obergeschoss wurde gestrichen, das übrige Konzept im wesentlichen unberührt gelassen. Das Erdgeschoss wird Mensa, Treppenhaus und Toiletten beherbergen, im ersten Obergeschoss werden zwei Klassensäle, Büros und ein Arztzimmer eingerichtet. Geschätzte Kosten: 1,3 Millionen Euro, der Anteil der VG liegt bei 350.000 Euro.

Für den Jugendtreff deutet sich eine Lösung an. Wie Müller mitteilte, könnte das ehemalige Forstamt hinter dem Stadthaus als neues Domizil für den Jugendtreff dienen. Darüber hinaus biete das leerstehende Gebäude, in dem sich einmal ein Weiterbildungsinstitut befand, zwei Garagen, passend für die Bürgerbusse. Genügend Platz für die ehrenamtlichen Mitarbeiter sei ebenfalls vorhanden. Die Verbandsgemeinde würde das ehemalige Forstamtsgebäude von der Stadt mieten. Installiert werden müssen laut Müller noch barrierefreie Toiletten und ein weiterer Fluchtweg. Ob die Stadt dafür eine Förderung bekomme, sei noch offen. Sollte dies nicht der Fall sein, übernehme die Verbandsgemeinde diese Kosten. Er habe die Stadtspitze bereits über diese Pläne informiert. Müller schätzt, dass die Mietzahlungen an die Stadt deutlich unter 1000 Euro im Monat liegen.

Der Ausschuss nahm das Konzept einstimmig an, das der VG-Rat so beschließen soll.

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