Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Langenbach: Die Ära Rudolph ist vorbei

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Wolfgang Schneider ist jetzt Ortsbürgermeister von Langenbach. Er wurde bei der Sitzung des Ortsgemeinderates am Mittwochabend vereidigt. Schneider folgt Gerd Rudolph nach, der das Amt 15 Jahre lang bekleidete.

„Ich bin froh, dass wir jemanden gefunden haben. Sonst müsste ich noch zwei Monate länger im Amt bleiben“, meinte der scheidende Ortsbürgermeister Gerd Rudolph süffisant. Er spielte auf den notwendig gewordenen zweiten Wahlgang im September an, bei der Schneider als einziger Bewerber die notwendige Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt. Bei der Kommunalwahl im Mai war der damalige Kandidat René Kayser an dieser Hürde gescheitert.

In den zurückliegenden 15 Jahren habe Rudolph die Gemeinde weit vorangebracht und ihre Geschicke positiv bestimmt, betonte Schneider und dankte seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit. Schon als Erster Beigeordneter in den Jahren 1999 bis 2004 und in den insgesamt 25 Jahren seiner Gemeinderatsangehörigkeit habe er sich zum Wohle Langenbachs engagiert. Für seine Verdienste überreichte Schneider seinem Vorgänger ein Präsent. Nicht zu erwähnen vergaß er „die angenehme Zusammenarbeit. Wir waren ein gutes Team“.

„Es waren wirklich gute Jahre“, sagte Rudolph. Allerdings habe er seine Frau in der Zeit vernachlässigt, sagte er schmunzelnd und blickte in ihre Richtung. Sie hatte unter den vielen Zuhörern im Dorfgemeinschaftshaus Platz genommen. Rudolph würdigte, den „super Rat“, denn nur gemeinsam sei es möglich gewesen, Erfolge zu erzielen. Er erinnerte an Ratssitzungen in Köln, Düsseldorf und Mallorca. Das sei zwar ungewöhnlich, aber stets prima gewesen.

Bürgermeister Christoph Lotschütz gratulierte dem neuen Ortskollegen. Mit allen Problemen könne er sich an ihn wenden. Er freue sich, dass Gerd Rudolph, „der Verbandsgemeinde Oberes Glantal als Beigeordneter erhalten bleibt“. Vereidigt wurden noch die neuen Ratsmitglieder Frank Hönemann und Markus Müller.

Platz für sechs Häuser

Einstimmig stellte der Rat den Bebauungsplan „Auf der Platte“ auf. Wie Schneider ausführte, besteht großer Bedarf an Bauplätzen. Aber erst wenn der neue Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Oberes Glantal neu aufgelegt sei, könnten wieder neue Baugebiete ausgewiesen werden, ergänzte Lothschütz. Bis dahin bleibe der Gemeinde nichts anderes übrig, als bestehende zu erweitern oder abzurunden – so auch „Auf der Platte“. Auf einem Hektar könnten hier neun bis zehn kleinere Grundstücke oder zirka sechs Wohneinheiten entstehen. Die Ratsmitglieder stimmten außerdem einer Veränderungssperre zu. „Das bedeutet, dass keiner der derzeitigen Eigentümer sein Grundstück verkaufen kann ohne Zustimmung der Gemeinde oder der Baubehörde.“

Weitere Themen

  • Für das Dorfgemeinschaftshaus soll eine neue Theke angeschafft werden. Mittel aus dem Investitionsstock des Landes sind bereits im vergangenen Jahr beantragt worden. Bisher sind erst drei Kostenvoranschläge eingegangen, davon zwei unvollständig. Die Verwaltung soll den Antrag verlängern, „damit uns am Ende nicht der Zuschuss verloren geht“, sagte Schneider.
  • Mehrheitlich stimmte das Gremium dem Ansinnen der Gemeinde Krottelbach zu, das Forstrevier Glan-Münchweiler zu verlassen. Aber nur unter der Voraussetzung, dass Langenbach durch das kleinere Revier keine neuen Kosten entstehen.
  • An den Kita-Kosten beteiligt sich Langenbach anteilig mit 25.000 Euro. Der Betrag orientiert sich laut Schneider an der Einwohnerzahl.

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