Rheinpfalz Landstuhl/Kaiserslautern-Süd: FWG verzichtet auf eigenen Bürgermeisterkandidaten
Bei der Wahl des Bürgermeisters der künftigen Groß-Verbandsgemeinde Landstuhl schickt der bereits fusionierte FWG-Gemeindeverband keinen eigenen Kandidaten ins Rennen. Das teilt der Gemeindeverbandsvorsitzende Uwe Unnold mit. Unnold ist seit 1999 Bürgermeister der VG Kaiserslautern-Süd, die zum 1. Juli mit der VG Landstuhl fusioniert. Ob sich der 54-jährige Lindener auch für den Chefsessel in der Verwaltung der dann mit gut 26.000 Einwohnern größten Verbandsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern bewirbt, war lange Zeit unklar.
„20 Jahre im Fegefeuer der Kommunalpolitik“
„Ich habe meinen Kollegen in der FWG bereits im Herbst mitgeteilt, dass ich mit dem Gedanken schwanger gehe, nicht zu kandidieren“, so Unnold. Danach habe es zahlreiche Gespräche gegeben – „mit dem Ergebnis, dass es am Ende hieß: Unnold oder keiner“. Doch obwohl sich letztlich kein anderer Bewerber in den Reihen der FWG gefunden hat, habe er sich gegen eine Kandidatur entschieden. „Ich stand 20 Jahre im Fegefeuer der Kommunalpolitik. Und die ausgeprägte Streitkultur in unserer Verbandsgemeinde geht nicht spurlos an einem vorüber.“ Auf einen erneuten Wahlkampf wolle er daher verzichten, zumal er qua Amt ohnehin Teil der Verwaltungsspitze der neuen Verbandsgemeinde sei.
Der Posten des Beigeordneten ist ihm sicher
Der 54-Jährige ist noch bis 2024 als Bürgermeister der VG Kaiserslautern-Süd gewählt. Im Zuge der Fusion ist ihm damit laut Gesetz bis zum Ende seiner regulären Amtszeit der Posten des hauptamtlichen Beigeordneten sicher. „Im Vorstand der neuen Verbandsgemeinde kann ich so weiter Einfluss nehmen und mitbestimmen, wo die Reise hingeht.“ Mit dem Verzicht der FWG auf einen eigenen Bewerber bleibt es damit voraussichtlich bei zwei Bürgermeisterkandidaten: der SPD-Frau Petra Heid aus Schopp und dem CDU-Mann Peter Degenhardt aus Mittelbrunn. Die Frist für Bewerbungen läuft am Montag, 8. April, ab.