Weilerbach
Großer Andrang beim Weilerbacher Bauernmarkt
Entlang der Von-Redwitz-Straße, der Hauptstraße und rund um den Dorfplatz präsentierten mehr als 100 Aussteller ihre Waren. Das Angebot reichte von regionalen Spezialitäten wie Honig, Marmeladen und Wurstwaren über kunsthandwerkliche Holzarbeiten, Lederwaren und Stoffe bis hin zu italienischen Delikatessen. Zahlreiche Essensstände sorgten dafür, dass der Duft von frisch Gegrilltem, Flammkuchen und anderen Köstlichkeiten durch die Straßen wehte.
Bis in die Nachmittagsstunden hinein herrschte reger Betrieb. Auffällig war dabei der hohe Anteil amerikanischer Gäste. Schätzungsweise nahezu die Hälfte der Besucher stammte aus dem Umfeld der in der Region stationierten US-Streitkräfte. Dadurch erhielt der Bauernmarkt stellenweise fast einen internationalen, transatlantischen Charakter.
Neugierig auf regionale Traditionen
Zwischen den Marktständen hörte man nicht nur Pfälzisch und Hochdeutsch, sondern auch immer wieder Englisch. Viele amerikanische Familien nutzten das schöne Wetter für einen Ausflug nach Weilerbach. „Wir wollten eigentlich nur ein bisschen spazieren gehen und das schöne Wetter genießen“, erzählte ein Besucher aus Reichenbach, der mit seiner Familie über den Markt schlenderte. „Aber wenn man hier ankommt, bleibt man natürlich hängen. Die Atmosphäre ist toll, die Leute sind gut gelaunt, und überall gibt es etwas zu entdecken.“ Neugierig auf regionale Traditionen war auch ein Paar aus den USA, das erst seit wenigen Monaten in Deutschland ist. Die Beiden wurden von Freunden auf den Bauernmarkt aufmerksam gemacht – spontan kamen sie nach Weilerbach. „Das erinnert uns ein wenig an die Farmers Markets in den USA. Vielleicht nicht ganz so groß wie manche Märkte zuhause, aber fast genauso cool“, sagte der US-Amerikaner. Seine Partnerin ergänzte schmunzelnd: „Und ehrlich gesagt sind das Essen und das Bier hier sogar deutlich besser. Wir haben schon einiges probiert und sind begeistert. Das werden wir auf jeden Fall weiterempfehlen.“
Neben den Marktständen sorgten zahlreiche zusätzliche Angebote für Unterhaltung. Die drei Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde boten Kinderschminken und bunte Tattoos an, während ein Karussell die jüngsten Besucher anzog. Das Reinhard-Blauth-Museum und das Beereweinmuseum aus Eulenbis informierten an einem Gemeinschaftsstand über ihre Arbeit. Darüber hinaus präsentierten sich verschiedene Vereine und Organisationen sowie Projekte wie „Wohnpunkt Rheinland-Pfalz“.
Geschäfte profitieren
Auch der verkaufsoffene Sonntag wurde von vielen Gästen genutzt. Viele Geschäfte öffneten ihre Türen und profitierten vom starken Besucheraufkommen. „Wir sind mit dem Verlauf mehr als zufrieden“, sagte Ortsbürgermeister Jochen Kassel am Ende des Markttages. „Die Besucherzahlen waren hervorragend, die Stimmung war ausgezeichnet und vor allem hat das Wetter gehalten. Ein solcher Markt lebt von den Menschen, die kommen, und davon hatten wir heute wirklich sehr viele“, resümierte er. Sein Dank galt den Helfern, Ausstellern und Vereinen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.