Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Landauer Festival „La.Meko“ in ungewohnter Form

„La.Meko“ findet in diesem Jahr un ungewohnter Form statt.
»La.Meko« findet in diesem Jahr un ungewohnter Form statt.

Derzeit fängt jedes Gespräch, das sich um eine Kulturveranstaltung dreht, mit den gleichen Worten an: „Es hätte so schön sein können, wenn nicht Corona …“ Inzwischen ist man das gewohnt und hat sich mit der Situation schon beinahe abgefunden. Nicht so die Macher des bekannten, bereits seit 2001 veranstalteten Internationalen Landauer Kurzfilmfestivals „La.MeKo“, das in diesem Jahr seine 18. Auflage erleben sollte.

Aber auch ihnen ist, man ahnt es schon, das Virus mit dem großen C dazwischengekommen. Die ursprünglich geplante Veranstaltung, die sechs Tage lang im Universum-Kino stattfinden sollte, war damit unmöglich gemacht und die Absage der Veranstaltung scheinbar unvermeidlich geworden. Doch dann hatte das Team des organisierenden Vereins „Filmfestival Landau“ die Idee, das Festival dennoch, wenn auch unter anderen Bedingungen als gewohnt, stattfinden zu lassen.

Dazu wurde das übliche „La.Meko“-Festival zunächst nach hinten verschoben (wenn alles gut läuft auf Anfang November 2020) und mit dem „La.MiniMeKo“-Festival spontan ein Alternativ-Programm aus der Taufe gehoben, das nun bereits seit vergangeem Sonntag läuft und über Facebook (www.facebook.com/LamekoFilmfestival/), YouTube ( www.youtube.com/channel/UCLnz9YGLK8iWbCv8pjuobYw) oder die Seite lameko.filmfestival-landau.de von zu Hause aus verfolgt werden kann.

Rückblicke und neues Material

Gezeigt werden noch bis Freitag täglich jeweils um 19 und 21 Uhr zwei Programmblöcke, bei denen es neben Rückblicken auf interessante Beiträge aus dem Archiv auch neue Filme und Livestreams unter anderem mit Künstlerporträts und Interviews beteiligter Filmemacher zu sehen gibt. Auch mitmachen ist nicht nur möglich, sondern sogar ausdrücklich erbeten. Wer Lust hat, kann daheim mit dem Handy selber einen Kurz(!)film erstellen, dessen Inhalt in irgendeiner Form einen Bezug zum Thema Corona aufweisen sollte.

Mithilfe des Vereins wird dieser dann hochgeladen und einem breiten, weltweiten Publikum vorgestellt. Die besten Beiträge werden schließlich am Samstag, 25. April, um 20 Uhr wieder im Rahmen eines Livestreamings mit einem mehr oder wenigen symbolhaften Preis ausgezeichnet. Zu gewinnen gibt es selbst gestaltete „La.MeKo“-Mundschutzmasken.

Heute Dietrich Brüggemann zu Gast

Aufgrund der interaktiven Aufbaus des Mini-Filmfestivals gibt es keinen genauen Programmfahrplan, da sich dieser aufgrund frisch eingestellter Beiträge von Tag zu Tag neu zusammensetzt. Sicher ist aber, dass am Mittwoch um 21 Uhr ein Interview mit dem vielfach prämierten Regisseur, Drehbuchautor und Musiker Dietrich Brüggemann ausgestrahlt wird. Brüggemann, der heute in Berlin lebt, ist unter anderem als Mitglied des Pop-Duos Theodor Shitstorm und als Regisseur von „Tatort“-Krimis bekannt. 2013 hat er sich mit dem Streifen „One Shot“ am Landauer Kurzfilmfestival beteiligt und erhielt damals dafür den Preis in der Kategorie „Bester Deutscher Film“.

Der Verein „Filmfestival Landau“ freut sich darum, sich rühmen zu dürfen, an wenigstens einem Schritt auf der Karriereleiter des berühmten Künstlers beteiligt gewesen zu sein. Im Interview hat Brüggemann dafür sicher den ein oder anderen wertvollen Tipp für leidenschaftliche Cineasten und Hobby-Filmemacher parat. Wer keine Zeit hat, sich die Mini-Festivalbeiträge pünktlich anzuschauen, kann dies im Nachhinein noch tun. Alle gesendeten Blöcke stehen auch nach dem Ende der Veranstaltung auf den oben genannten Portalen zur Ansicht bereit.

Info

Kontakt: info@filmfestival-landau.de oder telefonisch unter 06341 9568376

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